Krätze Behandlung

Aufgabe des Arztes ist es, eine eindeutige Diagnose zu stellen. Das heißt festzustellen, ob eine Krätze oder eine andere juckende Hautkrankheit vorliegt.

Liegt eine Krätze vor, wird der Arzt ein geeignetes Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung auswählen. In Frage kommen hierfür in der Regel Mittel mit den Wirkstoffen Lindan, Benzylbenzoat oder Crotamiton. Zu beachten ist, dass Sexualpartner und Familienmitglieder mitbehandelt werden sollten, und zwar sicherheitshalber auch dann, wenn sie keine Symptome zeigen.

Bei Patienten mit starker Krustenbildung muss abweichend vom Standardverfahren die Behandlung häufiger, manchmal über Wochen, wiederholt werden. Obgleich sich der Juckreiz nach erfolgreicher Therapie gewöhnlich nach zwei Tagen bessert, kann er als immunologische Reaktion auf das Milbenprotein noch über Wochen fortbestehen. Dies darf nicht als Therapieversagen fehlinterpretiert werden. Zu häufige Anwendung der Skabiesmittel kann nämlich ihrerseits zu einer Hautirritation führen. Wesentlich häufiger sind in diesem Zusammenhang allerdings Wiederansteckungen durch Familienmitglieder oder eine falsche Anwendung der Mittel.

Besonders die Behandlung von Schwangeren, Stillenden, Säuglingen oder Kleinkindern ist aufgrund der Nebenwirkungen der verwendeten Mittel nicht unproblematisch und gehört in die Hand des Arztes.