Niedriger Blutdruck Ursachen

In den meisten Fällen sind die Ursachen für den niedrigen Blutdruck nicht ersichtlich. Wenn die Ursache unbekannt ist, spricht man von einer so genannten essenziellen Hypotonie. Häufig sind junge Frauen mit zierlichem Körperbau betroffen. Bewegungsmangel begünstigt das Auftreten niedrigen Blutdrucks.

In einigen Fällen lassen sich Ursachen feststellen. Zum Beispiel kann eine Erkrankung der Nebennierenrinde oder der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse) zu einem dauerhaft niedrigen Blutdruck führen. Weiterhin können Erkrankungen des Herzens (Herzmuskelschwäche oder Herzrhythmusstörungen), eine Schilddrüsenunterfunktion, lange Bettlägerigkeit oder Flüssigkeitsmangel zu einem niedrigen Blutdruck führen. Infektionen, Parkinson-Krankheit, diabetische oder alkoholbedingte Neuropathie, aber auch manche Medikamente, beispielsweise Entwässerungsmittel oder Antiarrhythmika, können einen niedrigen Blutdruck auslösen.

Wenn es zu einem Blutdruckabfall beim Lagewechsel kommt (vom Liegen zum Stehen) und dieser mit einer Kreislaufstörung gekoppelt ist, spricht man von einer orthostatischen Dysregulation. Ursache hierfür ist, dass das Blut beim Aufstehen in den Beinvenen versackt und nicht entsprechend Richtung Gehirn gepumpt wird. Das Gehirn wird zu wenig durchblutet und es treten die beschriebenen Symptome auf.