ACE-Hemmer und AT1-Rezeptorblocker

Diese Medikamente wirken einerseits blutdrucksenkend, andererseits stärken sie die Herzfunktion, indem sie ein blutdrucksteigerndes Hormon im Körper blockieren. Weiter können sie eine wichtige Rolle beim Heilungsprozess nach erlittenem Herzinfarkt spielen, weil sie den Prozess der Narbenbildung am Herz begünstigen. Sie wirken außerdem schützend auf die Herzkranzgefäße.

ACE-Hemmer bringen nachweislich eine höhere Lebenserwartung nach einem Herzinfarkt. Leider können diese hoch wirksamen Mittel auch erhebliche Nebenwirkungen haben. Dazu gehören neben Allergien, Schwindel, Wasseransammlungen im Körper, Atemnot, Herzrasen und Gewichtszunahme auch ein trockener Husten. Deshalb wird meist mit einer niedrigen Dosis begonnen, die dann bei Verträglichkeit gesteigert wird. Etwa 10 bis 20 Prozent aller Patienten brechen eine solche Therapie wieder ab. Dies darf allerdings nur in Absprache mit dem Arzt erfolgen.

Als Alternative bieten sich dann so genannte AT1-Rezeptorblocker an. Diese modernen Mittel wirken noch zielgerichteter gegen das blutdrucksteigernde Hormon Angiotensin II. Während diese Medikamente nach gesicherten Untersuchungen deutlich weniger Nebenwirkungen verursachen, ist noch nicht bewiesen, ob sie auch genauso wirksam sind wie ACE-Hemmer.