Offene Beine Selbsthilfe & Vorbeugung

Wichtig ist es, Beingeschwüren vorzubeugen. Eine gesunde, ausgewogene Ernährung und reichlich Bewegung wirken Durchblutungsstörungen entgegen. Übergewicht sollte abgebaut, auf das Rauchen verzichtet werden.

Bei venös bedingten Durchblutungsstörungen ist das regelmäßige Tragen von Kompressionsstrümpfen hilfreich. Bei einer Störung der arteriellen Durchblutung dürfen aber keine derartigen Strümpfe getragen werden. Daher sollte das Tragen von Kompressionsstrümpfen mit dem Arzt abgesprochen werden. Sitzen Sie nicht mit übereinander geschlagenen Beinen, sondern versuchen Sie, Ihre Beine möglichst oft hoch zu legen. So fördern Sie den Rückfluss des Blutes aus den Beinen zum Herzen.

Insbesondere bei arteriell bedingten Beingeschwüren ist es wichtig, das Rauchen aufzugeben, Übergewicht abzubauen und sich fettarm zu ernähren. Vermeiden Sie Verletzungen an den Füßen, beispielsweise beim Nägelschneiden, sowie durch zu kleine oder drückende Schuhe.

Eine Selbstbehandlung von Beingeschwüren mit Salben und anderen Präparaten sollte nicht erfolgen, weil häufig allergische Reaktionen auftreten und die Beschwerden verstärken können. Nach Absprache mit dem Arzt kann die Wunde mit Präparaten, die beispielsweise Povidon-Jod enthalten, desinfiziert werden. Bei venösen Durchblutungsstörungen sind Präparate mit den Wirkstoffen Troxerutin oder Hydroxyethylrutoside hilfreich. Zur Vorbeugung stehen eine Vielzahl von Venenmitteln zur Verfügung.

Wann zum Arzt bei Offene Beine

Beim Auftreten von Krampfadern oder Hautverfärbungen an den Knöcheln oder Unterschenkeln sollte der Rat des Arztes eingeholt werden, um der Entstehung offener Beine vorzubeugen.

Sind bereits Wunden an den Unterschenkeln entstanden, die nicht binnen kurzer Zeit abheilen, sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden, um das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten.