Gerstenkorn und Hagelkorn Selbsthilfe & Vorbeugung

Gegen ein Gerstenkorn hilft trockene Wärme in Form von Rotlicht. Dieses können Sie zwei- bis dreimal täglich für zehn Minuten anwenden. Wichtig ist, dass Sie die Augen dabei gut schließen und den vorgeschriebenen Abstand zur Lampe einhalten. Die Wärme des Rotlichts fördert die Durchblutung. So kann die Entzündung entweder rascher schrumpfen oder abgekapselte Eiteransammlungen von selbst aufgehen.

Achtung: Feuchte warme Umschläge oder Kompressen sollten Sie vermeiden, da hierdurch die Haut aufweicht und sich Bakterien rascher ausbreiten können. Auch Augenverbände sind ungünstig, weil sich darunter das Sekret staut. Besonders wichtig ist, die Finger von einem Gerstenkorn zu lassen. Auf gar keinen Fall sollten Sie ein Gerstenkorn ausdrücken. Dabei gelangen Bakterien in die Blutbahn und Sie laufen Gefahr, dass sich die Infektion an anderer Stelle im Kopf zeigt und eine Hirnhautentzündung (Meningitis) verursacht.

Eine desinfizierende Augensalbe mit einem Wirkstoff wie Bibrocanthol kann die Abheilung unterstützen.

Wann zum Arzt bei Gerstenkorn und Hagelkorn

Bei starken Schmerzen, Fieber oder einem besonders stark ausgeprägten Gerstenkorn sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Das gilt auch, wenn sich die schmerzhafte Schwellung am Lidrand nicht binnen weniger Tagen von selbst zurückbildet oder entleert.