Alles zum Thema Haarausfall bei Frauen

Eine junge Frau mit Haarausfall blickt auf ihre Haarbürste.
Wenn mehr als 100 Haare pro Tag ausfallen, spricht man von Haarausfall.

Haare sind längst nicht nur ein wärmender Schutz des Kopfes – gerade bei Frauen ist volles, kräftiges Haar auch ein Merkmal von Gesundheit und Attraktivität. Models in Fernsehen und Werbung tragen schönes Haar in allen Farben und Frisuren zur Schau. Gerade deswegen trifft Haarausfall Frauen besonders hart. Wir zeigen, welche Formen und Auslöser vorkommen und wie Sie dagegen angehen können.

Welche Formen von Haarausfall bei Frauen gibt es?

Im Abfluss ein paar Haare, auf dem Mantel noch ein paar mehr: Dies sollte Frauen noch nicht beunruhigen. Es ist ganz normal, dass wir pro Tag bis zu 100 Haare verlieren. Dies liegt daran, dass sich unsere Haare ständig im Wachstum befinden. Während circa 85 bis 95 Prozent der Haare auf dem Kopf wachsen, ruhen sich neun bis 14 Prozent der Haare aus und ein Prozent macht sich auf und davon, die genannten 100 pro Tag.1

Kritisch wird es dann, wenn sich pro Tag mehr als 100 Haare vom Kopf verabschieden – Mediziner sprechen dann von Effluvium (den Vorgang des Haarausfalls) oder Alopezie (Zustand der Haarlosigkeit) bei Frauen und Männern. Doch Haarausfall ist nicht gleich Haarausfall – es gibt unterschiedliche Formen des Haarverlusts bei Frauen, zum Beispiel:

  • den diffusen Haarausfall (die Haare fallen verteilt über den Kopf aus)
  • den erblich bedingten Haarausfall (das Haar dünnt sich hauptsächlich am Scheitel aus)
  • der kreisrunde Haarausfall (es bilden sich kahle Stellen, an denen gar keine Haare mehr wachsen)

Wenn die Haare immer weniger werden, handelt es sich bei den meisten Frauen um den erblich bedingten Haarausfall. Die sogenannte androgenetische Alopezie kann schon bei jungen Frauen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zu Haarausfall führen und die Lebensqualität stark einschränken. Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie an Haarausfall leiden, kann Ihnen unser Test Klarheit verschaffen.

Weiblichen Haarausfall behandeln

Rechtzeitig erkannt ist Haarausfall ist in den meisten Fällen gut behandelbar. Nutzen Sie diese Chance.
 

Welche Ursachen für Haarausfall kommen bei Frauen infrage?

Glätteisen, Hitze durch Sonne und Föhn sowie Färbe- und Stylingprodukte: Die Liste der Dinge, mit denen wir unsere Haare schädigen, könnte noch um einige Begriffe lang fortgeführt werden. Entgegen der landläufigen Meinung führt die falsche Haarpflege allerdings in der Regel nicht zu Haarausfall bei Frauen. Vielmehr kommt eine Reihe von Ursachen infrage, beispielsweise

  • eine angeborene Überempfindlichkeit der Haarfollikel (der wachstumssteuernden Zellen) gegenüber einem körpereigenen Hormon
  • die Menopause und andere hormonelle Faktoren wie eine Schwangerschaft
  • ein Mangel an Eisen oder Vitaminen
  • Medikamente wie Blutdrucksenker
  • Stress und andere Umwelteinflüsse

Junge Frauen sollten bei Haarausfall, der über den ganzen Kopf verteilt auftritt, auch an die Antibabypille denken. Bei manchen Präparaten kommt es während der Einnahme oder auch kurz nach dem Absetzen der Pille zu Haarausfall. Suchen Sie am besten das Gespräch mit Ihrem Hautarzt – beziehungsweise Gynäkologen – um die individuellen Ursachen Ihres Haarausfalls herauszufinden.

Zur Diagnose: An den Haaren ziehen

Um die Ursachen Ihres Haarverlusts zu überprüfen, wird der Arzt zunächst eine sogenannte Zugprobe durchführen. Dabei zieht der Mediziner an mehreren Stellen an den Haaren, um festzustellen, wo und wie stark die Haare ausfallen. Im Anschluss kann ein sogenanntes Trichogramm erstellt werden. Dabei werden 50-80 Haare ausgezupft und unter dem Mikroskop untersucht. Hierfür dürfen Sie die Haare jedoch circa fünf Tage nicht waschen – dies würde das Ergebnis verfälschen.

Wie sieht die Behandlung von Haarausfall aus?

Bei diffusem Haarausfall – also wenn die Haare über den Kopf verteilt ausfallen – genügt es in der Regel, die Auslöser zu meiden beziehungsweise die Ursachen zu beheben. Gegen einen Eisenmangel helfen beispielsweise spezielle Eisenpräparate. Haarausfall bei jungen Frauen durch die Geburt eines Kindes verschwindet in der Regel nach dem Abstillen von selbst. Zusätzlich können Sie einige Tipps zur Vorbeugung anwenden.

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Weiter kommen zur Behandlung infrage:

Ist der Haarausfall bei Frauen Symptom einer hormonellen Erkrankung, beispielsweise einer Schilddrüsenunterfunktion, muss diese zunächst behandelt werden. Auch der Wechsel von Medikamenten kann – in Absprache mit einem Arzt – den Haarverlust bei Frauen stoppen. Junge Frauen mit Haarausfall können Ihren Gynäkologen um eine andere Antibabypille bitten. Fallen die Haare erblich bedingt aus, lässt sich die Ursache bislang nicht beheben. In diesem Fall haben sich Haarwuchsmittel mit dem Wirkstoff Minoxidil bewährt – dieser regt das Wachstum kräftigerer Haare an.