Herpes an den Geschlechtsorganen Selbsthilfe & Vorbeugung

Folgende Maßnahmen können einer Ansteckung beziehungsweise einem Ausbruch der Krankheit vorbeugen:
  • Die Abwehrkräfte sollten durch gesunde Ernährung, Verzicht auf Rauchen und Bewegung an der frischen Luft gestärkt werden.
  • Es ist auf Reinlichkeit im Genitalbereich zu achten sowie eigene Handtücher und Waschlappen zu benutzen.
Bei einem Ausbruch der Erkrankung kann durch folgendes Verhalten die Heilung unterstützt werden:
  • Damit der Partner nicht angesteckt wird, sind beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Auf Analverkehr sowie Oralverkehr sollte verzichtet werden.
  • Die Herpes-Bläschen dürfen nicht berührt und auf keinen Fall aufgekratzt werden, auch wenn es juckt.
  • Zur Austrocknung der Bläschen und Kühlung eignet sich eine Zinkschüttelmixtur.
  • Melisse-haltige Cremes wirken entzündungshemmend. Sie sind mit einem Watteträger und nicht mit bloßen Händen aufzutragen. Danach müssen die Hände sofort gesäubert werden. Berührungen gesunder Hautpartien am eigenen Körper oder dem des Partners sind zu vermeiden.

Wann zum Arzt bei Herpes an den Geschlechtsorganen

Bei diesen Symptomen sollte ein Arzt aufgesucht werden:
  • starke Ausbreitung der Bläschen an den Geschlechtsorganen
  • Bläschenbildung bei zusätzlich schwerem Krankheitsgefühl oder einer anderen Erkrankung, die das Immunsystem beeinträchtigt.
  • Auftreten von nässenden, blutenden oder auch entzündeten Hautstellen
  • weitflächige Verteilung der Bläschen.
  • starker Juckreiz im Anal- und Genitalbereich
Schwangere mit Verdacht auf Herpes genitalis sollten dies unbedingt dem behandelnden Frauenarzt mitteilen. Auch bei Kindern mit entsprechenden Symptomen sollte eine genaue ärztliche Untersuchung erfolgen. Genitalherpes im Kindesalter kann unter Umständen durch eine Vergewaltigung entstanden sein.