Akkomodationsprobleme

Akkommodieren ist der augenärztliche Fachbegriff für das scharfe Sehen von Objekten in wechselnden Entfernungen. Etwas, das wir gar nicht wahrnehmen, wenn es normal funktioniert.

Bildschirmarbeit: Häufige Ursache für Akkomodationsprobleme
Bildschirmarbeit: Häufige Ursache für Akkomodationsprobleme
Doch häufiges intensives Starren auf einen Punkt in immer gleicher Entfernung, wie es zum Beispiel bei Bildschirmtätigkeit vorkommt, ist eine enorme Belastung für die Augen. Und dann bemerken wir plötzlich, dass etwas nicht stimmt, dass wir nicht mehr ganz so scharf sehen. Unser Auge ist nämlich nicht mehr in der Lage, schnell und scharf von nah auf weit und wieder zurück zu stellen.

Probieren Sie es selbst aus

Wenn Sie lange auf den Computermonitor oder in ein Buch geschaut haben, versuchen Sie dann einen Punkt in der Ferne (zirka drei Meter Abstand) zu fixieren. Sie werden merken, dass dieser Punkt anfänglich unscharf ist. Erst nach einiger Zeit gewinnt er Konturen und ist wieder klar erkennbar. Normalerweise beträgt die Umstellungsdauer von Nah- auf Fernsicht (und umgekehrt) etwa eine halbe Sekunde.

Ist unser Auge müde, wie beispielsweise durch langes Starren auf einen Punkt, verlängert sich diese Umstellungsphase. Bei häufiger und dauerhafter einseitiger Belastung kann das Auge geradezu „verlernen“, natürlich zu sehen. Das Umstellen von Nah- auf Fernsicht fällt dann immer schwerer. Es kann sogar dazu kommen, dass wir Schwierigkeiten haben, überhaupt in der Ferne scharf zu sehen.