Herz-Druck-Massage

Ernste lebensbedrohliche Störungen treten bei Säuglingen bei einer Herzfrequenz unter 60 Schlägen/Minute und bei einem Kleinkind unter 40 Schlägen/Minute auf! Sollte kein Puls mehr vorhanden sein, müssen Sie die Herz-Lungen-Wiederbelebung durchführen.

Achten Sie vor Beginn der Herz-Druck-Massage auf eine vorherige sichere Beatmung (fünfmal). Gerade bei Kindern wirkt sich Sauerstoffmangel extrem auf die Pulsfrequenz aus. Diese Maßnahmen können Sie anhand von Dummys optimal beim Besuch eines Erste-Hilfe-Lehrgangs für Kinder und Erwachsene lernen.

Ablauf der Herz-Lungen-Wiederbelebung

Das Kind sollte auf einer harten Unterlage gelagert sein. Der Brustkorb muss frei gemacht werden. Damit das Kind nicht auskühlt, kann es die übrigen Kleidungsstücke aber anbehalten.

Druckpunkt

Nun das wichtigste: der Druckpunkt. Bei Kindern zwischen 2 und 8 Jahren liegt er einen Finger breit über dem Punkt, an dem die beiden unteren Rippenbögen zusammenlaufen. Einen handballen legen Sie an dieser Stelle auf das Brustbein. Das ist der Druckpunkt!

Bei Kindern über 8 Jahren finden Sie den Druckpunkt wie bei Erwachsenen: er befindet sich zwei Finger breit über dem Punkt, an dem die beiden unteren Rippenbögen zusammenlaufen. Handballen darauflegen und die Reanimation starten!

Bei Kindern wird die Wiederbelebung nur mit einem Handballen durchgeführt. Nimmt man beide, ist der Druck zu stark und man beschädigt den Brustkorb des Kindes stark. Die Drucktiefe sollte etwa 3 cm betragen.

Führen Sie die Herzdruckmassage mit einem Arbeitstempo von etwa 100 rhythmischen Druckbewegungen pro Minute durch. Dabei sollten Sie auf Ihren Arm achten: lassen Sie ihn gestreckt und entlasten Sie ihn richtig.

Herz-Druck-Massage und Beatmung werden im Wechsel von fünf Druckmassagen zu einer Beatmung bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes durchgeführt.