Lampenöle, Benzin und Lösungsmittel
Von allen Haushaltschemikalien stellen Lampenöle heute die allergrößte Gefahr für Kleinkinder dar. Zum einen besitzen die Lampenöle schöne Farben und erinnern Kinder an Limonade. Zum anderen enthalten sie Duftstoffe und riechen deshalb gut.
Die Nachfüllbehälter für Lampenöle sind zwar mit den vorgeschriebenen kindergesicherten Verschlüssen versehen. Jedoch stehen die Öllampen selbst oft ungesichert in Reichweite von Kleinkindern. Da führt schon das Lutschen am Docht zu ernsthaften Vergiftungserscheinungen.
Ein weiterer Gefahrenpunkt bei Lampenölen ist ihre physikalisch-chemische Eigenschaft, leicht zu verdampfen. Denn schon das Einatmen der Dämpfe kann zu lebensgefährlichen Komplikationen beim Kind führen (siehe „Gase und Dämpfe“).
Benzin und Lösungsmittel gehören zu den selteneren Vergiftungen bei Kindern. Wenn es zu Vergiftungen kommt, dann meist deshalb, weil Kinder aus erreichbaren Flaschen getrunken haben, in die diese Substanzen umgefüllt wurden (z. B. Sprudelflaschen). Da diese Substanzen bei der Aufnahme stark brennen, werden sie dann nur in geringer Menge aufgenommen.
Gefahren durch Lampenöle, Benzin und Lösungsmittel
Nimmt ein Kind Lampenöle, Benzin oder Lösungsmittel zu sich, führt dies häufig zu Verätzungen, Entzündungen und Schäden an Haut und Magen-Darm-Trakt. Auch die Lunge kann geschädigt werden, wenn giftige Gase, die diesen Flüssigkeiten entweichen, eingeatmet werden. Damit gehen auch Atem- und Kreislaufprobleme einher. Auch Augenverätzungen oder Bewusstseinsstörungen sind bei einem unbeaufsichtigten Umgang von Kindern mit diesen Stoffen möglich.