Bewährte Mittel gegen Stress und Prüfungsangst

Abbildung verschiedener Mittel gegen Stress, wie Globuli oder Heilpflanzen.
Es gibt sowohl natürliche, als auch synthetische Mittel zur Behandlung von Prüfungsstress

Kennen Sie das auch? Die innere Daueranspannung vor einer Prüfung, die einen fast wahnsinnig macht und regelmäßig den Schlaf raubt. Prüfungsstress ist ein weitverbreitetes Phänomen, das jedoch gut behandelt werden kann. Unter anderem können Homöopathie gegen Stress, Prüfungsangstmedikamente und pflanzliche Beruhigungsmittel bei der Therapie zum Einsatz kommen. Doch welche Mittel gegen Stress gibt es genau?

Prüfungsangst: Linderung durch medikamentöse Mittel gegen Stress

Es gibt viele Möglichkeiten, um eine Prüfungsangst unter Kontrolle zu bekommen. So helfen dem einen Betroffenen beispielsweise therapeutische Unterstützungen und dem anderen wiederum Entspannungstechniken. Da Menschen sehr verschieden sind, muss jeder für sich den richtigen Weg finden. Ein Hausarzt leistet dabei selbstverständlich Unterstützung und kann, falls gewünscht, auch geeignete Arzneimittel gegen Prüfungsstress empfehlen.

Wissenswert:

Die meisten Mittel gegen Stress und Prüfungsangst wirken nicht direkt gegen das Problem. Sie lindern vielmehr die Symptome, die durch den Prüfungsstress entstehen können. So kommen beispielsweise Schlafmittel oder Schmerztabletten gegen mögliche Kopfschmerzen zum Einsatz. Daher helfen Medikamente gegen Prüfungsangst eher akut als langfristig.
 
Unter anderem werden die folgenden Medikamente eingesetzt:

 

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  • Schmerzmittel: Medikamente gegen Schmerzen werden meist aufgrund von Nacken-, Rücken- und Kopfschmerzen von Menschen mit Prüfungsstress angewandt. Die enthaltenen Wirkstoffe sind für gewöhnlich Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS).
  • Beta-Blocker: Betroffene, die an extremen Prüfungsstress leiden, greifen mitunter, kurz vor einem wichtigen Test, zu Beta-Blockern, die ihnen vom Arzt verschrieben wurden. Denn diese können die unangenehmen Reaktionen des Körpers, die während der Stresssituation entstehen, reduzieren. Zu diesen zählt zum Beispiel ein schneller Puls oder Bluthochdruck.
  • Schlafmittel: Die innere Anspannung, die durch eine bevorstehende Prüfung entstehen kann, macht es manchmal unmöglich, noch ausreichend Schlaf zu bekommen. Dabei ist genügend Schlaf vor einer Prüfung wichtig. Denn er hilft dabei, sich an das Gelernte zu erinnern, und steigert zudem das Konzentrationsvermögen. Schlafmittel enthalten synthetische (zum Beispiel Benzodiazepine) oder natürliche (beispielsweise Baldrian) Substanzen, die das Schlafvermögen fördern.
  • Antidepressiva: Diese verschreibungspflichtigen Präparate kommen vor allem bei der Behandlung von Depressionen zum Einsatz. Unter Umständen kann eine Prüfungssangst jedoch so belastend werden, dass es bei Betroffenen zu einem depressionsähnlichen Zustand kommen kann. Dieser kennzeichnet sich unter anderem durch Antriebslosigkeit, Verlust des Selbstvertrauens und Freudlosigkeit.
  • Beruhigungsmittel/Sedativa: Durch ausgeprägten Prüfungsstress kann es zu unangenehmen Unruhezuständen wie Zittrigkeit, Muskelzuckungen, starkes Schwitzen oder Reizbarkeit kommen. Es ist möglich, diese durch Beruhigungsmittel zu lindern. Sedativa sind unter anderem schlaffördernd und können durch eine Reduzierung der bewussten Wahrnehmung für eine Distanzierung von der Prüfungsangst sorgen. Ohne ein Rezept sind Beruhigungsmittel für gewöhnlich nicht erhältlich.

Wenn Sie bei Prüfungen auch in Panik verfallen und darüber nachdenken, diese mit Medikamenten gegen Prüfungsangst im Zaum zu halten, sollten Sie – auch bei rezeptfreien Präparaten – einen Arzt um seine Einschätzung bitten. Er kann Ihnen helfen, das für Sie richtige Mittel auszuwählen. Denn nicht für jeden Patienten sind bestimmte Präparate gleichermaßen geeignet. Zudem besteht oftmals die Gefahr, dass es zu Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln kommt. Auch das Risiko einer möglichen Medikamentensucht sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Pflanzliche Beruhigungsmittel gegen Stress

Medikamente gegen Prüfungsangst müssen nicht zwangsläufig synthetisch hergestellte Wirkstoffe enthalten. Es gibt viele pflanzliche Beruhigungsmittel, die dabei helfen können, den Prüfungsstress zu behandeln. Im Folgenden finden Sie eine Auswahl an Heilpflanzen, die sich bei der Linderung von Prüfungsstress bewährt haben:

  • Baldrian: Pflanzliche Beruhigungsmittel, in denen Baldrian enthalten ist, helfen mitunter bei Schlafstörungen, nervösem Herzklopfen, Reizzuständen oder stressbedingten Magenverstimmungen. Das Gewächs findet bereits seit mehr als 2000 Jahren seine Anwendung im medizinischen Bereich. Römischen und griechischen Ärzten waren schon damals die positiven Effekte auf den menschlichen Organismus bekannt.1 Betroffene können Baldrian beispielsweise in Form von Tabletten zu sich nehmen.
  • Taigawurzel: Die asiatische Wurzel kommt überwiegend bei Erschöpfung und Stress zum Einsatz. Sie findet seit dem dritten Jahrhundert vor Christus in der chinesischen Medizin ihre Anwendung.2 Die Pflanze, die zum Beispiel als Fertigarzneimittel zu erhalten ist, unterstützt den Organismus dabei, sich an Stresssituationen anzupassen. Dies tut sie sowohl auf psychischer als auch auf körperlicher Ebene. Unter anderem wird behauptet, dass sie die Sauerstoffaufnahme und Verteilung im Körper verbessern kann – mitunter ist dies für eine bessere Hirnleistung förderlich.
  • Saat-Hafer (Avena sativa): Dieses Gewächs aus der Gattung Hafer kann als pflanzliches Beruhigungsmittel angesehen werden, weil es unter anderem Nervenschwäche und Schlaflosigkeit lindern kann. Die enthaltenen B-Vitamine und Mineralstoffe leisten einen wesentlichen Beitrag dazu. Die Pflanze soll die Fähigkeit besitzen, einen Schutzfilm auf die Nerven zu legen, der sie widerstandsfähiger macht. Saat-Hafer gibt es als Tinkturen, Tees und Fertigarzneien.

Die aufgeführten Beispiele verdeutlichen, weshalb auch pflanzliche Mittel gegen Stress bei der Behandlung von Prüfungsangst in Erwägung gezogen werden. Jedoch sollte – auch vor der Einnahme von pflanzlichen Beruhigungsmitteln – ein Arzt um Rat gefragt werden. Denn pflanzliche Wirkstoffe haben mitunter bei verschiedenen Menschen unterschiedliche Effekte. Zum Beispiel können sie unter Umständen eine Allergie auslösen.

 

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Homöopathie gegen Stress

Für Menschen mit Prüfungsangst gibt es auch die Möglichkeit, Homöopathie gegen Stress anzuwenden. Bei der Homöopathie handelt es sich um eine alternative Behandlungsmethode, die auf dem Gedankengut des Mediziners Samuel Hahnemann beruht. Er geht unter anderem davon aus, dass durch das richtige homöopathische Mittel eine Reizung erfolgt, welche die Selbstheilungsprozesse des Körpers aktiviert.

Zu den homöopathischen Mitteln, die gegen Stress eingesetzt werden, gehören unter anderem:

  • Aconitum napellus (Blauer Eisenhut): Dieses homöopathische Mittel wird bei Menschen angewendet, die unter anderem sehr nervös wirken.
  • Gelsemium sempervirens (Gelber Jasmin): Gelber Jasmin hat sich in der Homöopathie bei Patienten bewährt, die sich durch Prüfungsstress zittrig und schwach fühlen.
  • Ambra: Es kommt zum Einsatz, wenn die Sorgen der Prüfungsangstgeplagten ihnen den Schlaf rauben und die Energiereserven aufgebraucht sind. Ambra ist ein Stoff aus dem Verdauungstrakt von Pottwalen.
  • Nux vomica (Brechnuss): Die Gewöhnliche Brechnuss, auch als Krähenauge bekannt, kann bei Überarbeitung verabreicht werden. Vor allem wenn es dadurch zu Schlafstörungen kommt.

So wirkt Homöopathie

Es gibt viele verschiedene Versuche, die Wirkungsweise der Homöopathie zu erklären. Manche Vertreter gehen davon aus, dass das homöopathische Medikament dem Körper verrät, welche Krankheitsart er hat. Dadurch versteht er schneller, woran er leidet, und kann somit gezielter und effektiver handeln.
 
Mediziner mit einer homöopathischen Weiterbildung beraten Sie gerne, wenn Sie Interesse daran haben, Homöopathie gegen Stress auszuprobieren. Möglicherweise kann bei Ihnen auch ein alternativmedizinisches Präparat ein effektives Mittel gegen Stress sein.