Zu viel Ja kann sogar schwer krank machen

Familie am Esstisch
„Es gibt nichts Gutes: außer man tut es!“ Dieser Sinnspruch von Erich Kästner steht auf dem Patientenbuch einer psychiatrischen Klinik in Hessen. Dort werden Menschen behandelt, die es verlernt haben, für sich selbst zu sorgen, also Ja zu sich selbst und Nein zu anderen zu sagen. Und die deshalb psychisch krank geworden oder in die Abhängigkeit von Suchtmitteln geraten sind.

Viele dieser Menschen konnten nicht für sich sorgen, weil sie – etwa über Beruf oder Familie – ihre eigenen Interessen und Ziele vollkommen aus den Augen verloren hatten. Meistens fühlten sie sich als Opfer der Umstände. Nicht sie selbst, sondern der herrische Arbeitgeber oder die stets fordernden Partner oder Kinder sind vermeintlich dafür verantwortlich, dass diese Menschen sich überfordert fühlen. Sie haben die Verantwortung für ihr Leben an die Umstände abgegeben. Sie fühlen sich machtlos und nicht in der Lage, sich etwas Gutes zu tun.

Doch so weit muss es gar nicht erst kommen, wenn Sie frühzeitig Ihre Bedürfnisse befriedigen und Ihre Ziele verfolgen. Auch, indem Sie öfter mal Nein sagen.