Eingeleitete oder programmierte Geburt

Eine Geburt sollte nur dann durch Verabreichung von Medikamenten eingeleitet werden, wenn medizinische Gründen dafür sprechen. Das ist der Fall, wenn die Gesundheit von Mutter und/oder Kind durch eine länger dauernde Schwangerschaft gefährdet ist. Triftige Gründe für eine Einleitung sind auch hoher Blutdruck, Eiweiß im Urin, plötzliche drastische Gewichtszunahme und so genannte Ödeme, bei denen das Gewebe durch Wasseransammlungen anschwillt.

Nur eins von vier Kindern kommt zum errechneten Termin zur Welt. Erst wenn das Baby zwei Wochen überfällig ist, raten die Ärzte wegen der Überfälligkeit zu einer Geburtseinleitung. Wird die Geburt eingeleitet, ohne dass ein zwingender medizinischer Grund vorliegt, spricht man von programmierter Geburt. Davon ist man jedoch mehr und mehr abgerückt. Organisatorische Probleme der Klinik dürfen kein Kriterium für eine Geburtseinleitung sein.