Kinesio-Tape – heilendes Klebeband

Kinesio-Tapes werden im Yoga, beim Pilates oder in der Physiotherapie eingesetzt. Die Klebebänder sollen Verspannungen lockern.
Von Franka Dietz

Rot, pink oder grün: Kinesio-Tapse sieht man bei Spitzensportlern häufig, etwa bei Fußballern. Auch im Yoga oder beim Pilates sind die bunten Klebestreifen beliebt. Physiotherapeuten arbeiten schon länger mit den elastischen Pflasterstreifen, welche direkt auf die Haut aufgebracht werden. Mit Kinesio-Tapes sollen sich Schmerzen in Kreuz, Nacken und Gelenken lindern und Verspannungen lösen lassen. Sie werden gezielt bei Beschwerden des Muskel- und Skelettapparates eingesetzt. Durch ihre Zugkraft dehnen Kinesio-Tapes die entsprechende Körperpartie und wirken wie eine sanfte Massage. Schonhaltungen lassen sich entgegenwirken und Bewegungen fallen leichter.

Kinesio-Tapes - heilsame Elastikbänder

Der japanische Chiropraktiker Kenzo Kase erfand die Methode des kinesiologischen Tapings in den 70er-jahren. Was bei Orthopäden und Sportärzten bereits üblich war, nämlich Klebebänder gelenkstabilisierend einzusetzen, weitete Kase auf die Schmerztherapie aus. Die Haut sei das größte Reflexorgan und übertrage die Tape-Impulse von außen auf darunter liegende Strukturen, nämlich Muskeln und Bänder, so die Idee. Seiner Ansicht nach wirkten die Tapes sogar heilsam auf Organe.

Tapes machen sensibel

Die erhöhte Körperwahrnehmung durch das Tapen nennen Mediziner propriozeptive Stimulation. Sie ist ebenso wenig nachgewiesen wie die bessere Durchblutung in den kleinen Gefäßen und ein effektiverer Abfluss der Lymphe durch die Tapes. Es gibt keine wissenschaftlich anerkannten Studien, die das Tapen im Rahmen der Schmerzmedizin untersucht hätten.

Hübsche Kinesio-Tapes ohne Nebenwirkungen

Die Tapes beinhalten keinen Wirkstoff und haben daher kaum Nebenwirkungen. Allein Hautreizungen sind möglich und besonders empfindliche Personen sollten sich nach hypoallergenen Tapes umsehen. Die Tapes sind luftdurchlässig und wasserfest und können mehrere Tage auf der Haut bleiben.