Wadenkrämpfe - das steckt dahinter

Autsch! Wadenkrämpfe kennt fast jeder Mensch. Vor allem nachts oder beim Sport überfallen sie einen gerne. Alles über die schmerzhaften Muskelkrämpfe.
Von Franka Dietz
Sportler mit Wadenkrampf: Bei intensiver Belastung können Muskelkrämpfe entstehen
Bei intensiver Belastung können Muskelkrämpfe entstehen

Inhaltsverzeichnis
Was sind Wadenkämpfe?
Was sind die Ursachen von Wadenkrämpfen?
Wer ist von Wadenkrämpfen betroffen?
Bildergalerie: Wadenkrämpfe - 7 Tipps gegen verkrampfte Muskeln
Wadenkrämpfe - was tun?
Wadenkrämpfe – wann zum Arzt?
Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft
Wadenkrämpfe - diese Dehnübungen helfen
Muskelkrämpfe durch Mineralstoffmangel

Was sind Wadenkämpfe?

Wadenkrämpfe entstehen, wenn sich einzelne Muskeln oder ganze Muskelgruppen im Unterschenkel unwillkürlich anspannen beziehungsweise kontrahieren. Der Muskel oder die gesamte Muskelgruppe verkürzt sich und entspannt sich nicht wieder – eine Verhärtung lässt sich tasten. Meist treten Wadenkrämpfe in Ruhe und während der Nacht auf, ohne dass sich eine Ursache erkennen lässt.

Neben den Waden können die Muskelkrämpfe auch in den Füßen (Fußgewölbe inklusive Zehen), unterhalb der Rippen, Händen oder Armen auftreten. Muskelkrämpfe wie etwa Wadenkrämpfe können sehr schmerzhaft sein. Meist sind Wadenkrämpfe harmlos und verschwinden innerhalb von Sekunden bis Minuten von selbst wieder. Hilfreich bei Wadenkrämpfen ist es, die Wade zu dehnen und zu massieren.

Was sind die Ursachen von Wadenkrämpfen?

Wadenkrämpfe können vor allem nach intensivem Sport, wenn man die Muskeln zu extrem beansprucht, auftreten. Das gilt vor allem für Personen, die länger keinen Sport mehr getrieben haben. Sportler erleiden oft während des Trainings oder bei Entspannung im Schlaf heftige Wadenkrämpfe. Besonders gefährlich sind Muskelkrämpfe, wenn sie beim Schwimmen im kalten Wasser auftreten – sie können schwerwiegende Folgen wie etwa Ertrinken zur Folge haben.

Eine weitere Ursache von Wadenkämpfen ist Flüssigkeitsmangel und ein aus dem Gleichgewicht geratener Elektrolythaushalt. Zur Dehydrierung kommt es etwa durch massives Schwitzen im Sommer, intensive körperliche Aktivität, aber auch durch die Einnahme bestimmter Medikamente (z.B. Diuretika = entwässernde Mittel) sowie Durchfall und Erbrechen. Damit befinden sich die Wasser und Elektrolyte in einem Ungleichgewicht, was zu Muskelkrämpfen führen kann. Häufige Ursache von Muskelkrämpfen ist ein Magnesiummangel, der durch falsche Ernährung, bei der Zuckerkrankheit Diabetes, zu hohem Alkoholkonsum sowie Darm- und Nierenerkrankungen entstehen kann.

Wer ist von Wadenkrämpfen betroffen?

Wadenkrämpfe betreffen häufig Sportler, sind aber auch bei Schwangeren und Senioren keine Seltenheit. Ein Grund ist, dass sich die Muskeln bei älteren Menschen verkürzt haben und sie aufgrund des oft fehlenden Durstgefühls zu wenig trinken. Auch Schwangere haben mit nächtlichen Wadenkrämpfen zu kämpfen – der Grund ist ein erhöhter Mineralstoffbedarf während der Schwangerschaft. Ein Magnesiummangel ist die häufigste Ursache für Wadenkrämpfe in der Schwangerschaft.

Wadenkrämpfe – was tun?

Die erste Behandlungsmaßnahme bei einem akuten Wadenkrampf ist die Dehnung der verkrampften Muskulatur und/oder die Anspannung der „Gegenspieler“ (Antagonisten) der betroffenen Muskeln.Das Risiko eines belastungsabhängigen Krampfes lässt sich senken, wenn man die Muskeln vor dem Training dehnt, die körperliche Leistung und das Training an den Leistungszustand anpasst und die Wade nach dem Training vorsichtig massiert. Möglicherweise ist die Einnahme von Magnesium wirksam.

Bei Muskelkrämpfen in der Schwangerschaft wirkt Magnesium Muskelkrämpfen entgegen.

Chinin ist ebenfalls ein wirksames Mittel gegen Wadenkrämpfe, sollte aber wegen der (seltenen) schweren Nebenwirkungen erst in zweiter Linie und nur bei schwerer Ausprägung der Krämpfe eingesetzt werden.

Wadenkrämpfe – wann zum Arzt?

Wadenkrämpfe sind in der Regel harmlos und verschwinden innerhalb kurzer Zeit von selbst wieder. Häufige Muskelkrämpfe können aber auch im Zusammenhang mit ernsten Erkrankungen auftreten. Dazu zählen beispielsweise:

Bei häufigen und lang andauernden Wadenkrämpfen sollten Sie einen Arzt aufsuchen und die Ursachen der Muskelkrämpfe abklären lassen.

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