Multiple Sklerose - Yoga und Aqua-Sport helfen!

Bei einer Multiplen Sklerose zerstört das Immunsystem die schützenden Nervenhüllen. Doch Yoga und Wassergymnastik können die MS-Symptome lindern.
Von Ingrid Müller
Frau beim Yoga am Strand: Yoga lindert Symptome der Multiplen Sklerose
Multiple Sklerose: Yoga und Aquafitness lindern die Symptome

Multiple Sklerose (MS) geht mit unterschiedlichsten Symptomen einher und ist schwierig zu diagnostizieren. Mediziner nennen sie deshalb auch die „Krankheit mit tausend Gesichtern“. Forscher aus Basel und dem Iran fanden jetzt heraus, dass körperliche Aktivität bestimmte Symptome der Multiplen Sklerose positiv beeinflussen kann. MS-Patientinnen, die Yoga und Aquafit betrieben, litten weniger unter Müdigkeit, Depressivität und Hautkribbeln.

Multiple Sklerose – Sport oder Inaktivität?

An der Studie nahmen 54 Frauen mit MS teil, die im Schnitt 34 Jahre alt waren. Sie wurden in drei Gruppen eingeteilt: Die einen absolvierten einen achtwöchigen Yogakurs, Gruppe zwei betrieb Aquafit, während Gruppe drei körperlich inaktiv blieb. Trainiert wurde dreimal pro Woche. Bestehende Therapien, etwa die Einnahme von immunregulierenden Medikamenten, wurden nicht verändert. Vor- und nachher füllten die MS-Patientinnen Fragebögen zu ihren Symptomen aus. 

Körperliche Aktivität verbessert die MS-Symptome

Bei Frauen, die Yoga und Aquafit betrieben hatten, verbesserten sich die MS-Symptome deutlich. Dazu zählten etwa Müdigkeit, Depressivität und unangenehme Körperempfindungen wie Kribbeln, Taubheit, Einschlafen der Glieder oder Kälte- und Wärmeempfindungsstörungen (Parästhesien). Frauen mit Multipler Sklerose, die körperlich inaktiv war, hatten eine 35-mal höhere Wahrscheinlichkeit für eine mittelschwere bis schwere Depression im Vergleich zu den beiden Sportgruppen. „Körperliche Trainings sollten bei MS als Ergänzung der Standardbehandlungen in Zukunft in Betracht gezogen werden“, schreiben die Forscher.

Multiple Sklerose – 200.000 Betroffene in Deutschland

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch fortschreitende Autoimmunkrankheit, bei der das körpereigene Immunsystem bestimmte Bereiche des Nervengewebes angreift. Bewegungsstörungen sind mögliche Konsequenzen davon. Weitere typische MS-Symptome sind Fatigue – die körperliche und geistige Müdigkeit und Mattigkeit – Depressionen sowie Missempfindungen wie Hautkribbeln oder Hautjucken.

Nach neuen Schätzungen leben in Deutschland rund 200.000 Menschen mit Multipler Sklerose. Weltweit sind es etwa 2,5 Millionen MS-Patienten. Frauen erkranken etwa doppelt so häufig wie Männer. Die Erkrankung wird in der Regel zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr diagnostiziert.

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