Hat Ihr Kind ADHS? Wichtige Anzeichen!

Nicht jedes lebhafte und quirlige Kind hat sofort ADHS. Es gibt aber Symptome, die auf ADHS oder ADS hindeuten. Lesen Sie, welche die wichtigsten Anzeichen sind.
Von Franka Dietz

ADHS steht für Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung. Bekannt ist ADHS auch als Zappelphilipp-Syndrom. Fehlt die Hyperaktivität, sprechen Ärzte von ADS (Träumertyp). Schätzungsweise fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen zwischen 6 und 18 Jahren leiden unter ADHS. In Deutschland sind hochgerechnet rund 500.000 Kinder und Jugendliche. Jungen erhalten die Diagnose ADHS drei- bis sechsmal häufiger als Mädchen.

ADHS zeigt sich in drei Kernsymptome: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Hyperaktivität und Impulsivität. Nicht immer müssen alle Bereiche betroffen sein und auch nicht alle Symptome in gleicher Stärke vorkommen. Auch von Kind zu Kind sind die ADHS-Symptome unterschiedlich.

1. ADHS-Symptom: Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen

Die Kinder sind leicht ablenkbar, können sich schwer auf eine Sache konzentrieren oder die Konzentration länger aufrechterhalten. Sie brechen Aufgaben und Tätigkeiten ab und gehen Situationen aus dem Weg, die mit Anforderungen verbunden sind. Besonders schwer fällt es ihnen, vorgegeben Aufgaben zu erledigen, etwa Schularbeiten, und Regeln einzuhalten. Schwierigkeiten haben die Kinder auch bei Freizeitaktivitäten wie Basteln oder Malen. Sie empfinden diese als anstrengend und haben oft keine Geduld dafür.

Den Kindern unterlaufen oft Flüchtigkeitsfehler (z.B. bei den Schularbeiten). Sie sind eher nachlässig und nehmen es mit den Details nicht ganz so genau.
Oft hören die Kinder nicht, was andere sagen oder von ihnen wollen, andere Reize sind ihnen oft wichtiger und lenken sie von Aufgaben ab. Ihnen fällt es schwer, eine Struktur in Aufgaben zu bekommen. Sie vergessen häufig etwas und verlieren Dinge, die sie eigentlich brauchen, zum Beispiel Stifte zum Schreiben und Malen oder ihre Sportsachen.

2. ADHS-Symptom: Impulsivität

Die beeinträchtigte Impulskontrolle zwingt Kinder mit ADHS zu unüberlegtem Handlungen, ohne dass sie darüber nachdenken. Sie verhalten sich unberechenbar, impulsiv, ungeduldig und platzen ständig in die Kommunikation oder Spiele anderer hinein. Sie können es kaum abwarten, bis sie dran sind. Die Gedanken purzeln ihnen in den Kopf, sie reden ungebremst, viel und überlegen nicht, was sie sagen. Außerdem springen sie oft von einem Thema zum anderen, sodass Außenstehende hier oft nicht mehr mit kommen.

Die Impulsivität der Kinder ist schwierig für die Gemeinschaft ein – sie wirbeln geregelte und strukturierte Abläufe in der Schule, Familie und im Kindergarten gehörig durcheinander. Kinder mit ADHS können sich schnell bedroht und provoziert fühlen, weil sie die Gestik und Mimik anderer Menschen schlecht deuten können. Diese interpretieren das impulsive Verhalten wiederum oft als Aggressivität.

Bei Kindern mit AHDS schwankt die Stimmung oft heftig, sie sind leicht reizbar, distanzlos, reden überall dazwischen und haben Wutausbrüche bei den geringsten Anlässen. Mit ihrer Frustrationstoleranz ist es nicht zum Besten bestellt.

ADHS-Symptom: Hyperaktivität

Kinder mit ADHS haben oft einen übermäßigen Bewegungsdrang und leiden unter motorischer Unruhe. Sie zappeln und fuchteln mit den Händen und Füßen herum, rutschen auf dem Stuhl hin und her, spielen lautstark und sind immer in Aktion – auch in der Schule oder im Kindergarten. Still zu sein ist für Kinder mit ADHS höchst problematisch. Die Kinder sind zudem oft experimentierfreudig und können Risiken schlecht abschätzen. Im Jugendalter „verliert“ sich oft die motorische Unruhe – das impulsive Verhalten und die Aufmerksamkeitsstörung bleiben aber erhalten.

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