Ernährung bei Rheuma

Eine gesunde Ernährung bei Rheuma ist ein wichtiger Pfeiler in der Rheuma-Therapie. Die Rheuma-Diät bekämpft Übergewicht und lindert Gelenkschmerzen.
Von Ingrid Müller
Gebratener Lachs: Ernährung bei Rheuma - besser Fisch statt Fleisch!
Ernährung bei Rheuma - besser Fisch statt Fleisch!

Inhaltsverzeichnis
Rheuma-Diät - so hilft sie
Fisch statt Fleisch
Obst und Gemüse
Nahrungsergänzungsmittel bei Rheuma
(Heil)Fasten bei Rheuma
Rheumatoide Arthritis - das steckt dahinter
Komplementärmedizin bei Rheuma
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Eine gesunde, ausgewogene Ernährung bei Rheuma spielt eine zentrale Rolle. Sie verbessert nicht nur das Wohlbefinden von Patienten mit Rheumatoider Arthritis, sondern ist auch eine wichtige Säule in der Rheuma-Behandlung. Eine Ernährung bei Rheuma, die auf viel Fisch, eher weißes Fleisch wie Geflügel, Obst, Gemüse und Vollkornprodukte setzt, trägt dazu bei, Gelenkentzündungen und Gelenkschmerzen zu lindern. Auch lässt sich so möglicherweise vorhandenes Übergewicht abbauen, was die Gelenke entlastet. Allerdings gilt: Eine noch so gute Ernährung bei Rheuma ist kein Ersatz für Medikamente und andere wichtige Rheuma-Therapien.

Ernährung bei Rheuma – so hilft die Rheuma-Diät

Die rheumatoide Arthritis – im Volksmund oft kurz Rheuma genannt – umfasst viele verschiedene Krankheitsbilder. Bei einigen davon, etwa dem Gelenkverschleiß (auch Gelenksabnutzung oder medizinisch Arthrose) wirkt eine Rheuma-Diät besonders gut. Die Arthrose betrifft vor allem Gelenke, die einen Hauptteil des Körpergewichts tragen, also beispielsweise die Kniegelenke. Das gilt vor allem, wenn die Betroffenen unter Übergewicht oder sogar Fettleibigkeit (Adipositas) leiden. Eine gute Ernährung bei Rheuma kann in diesen Fällen besonders wirksam sein. Die Rheuma-Diät hilft beim Abnehmen und entlastet damit die Gelenke, Knorpel und Bänder.

Auch die sogenannte Gicht-Arthritis lässt sich durch die Ernährung positiv beeinflussen. Bei diesem Krankheitsbild treten unter anderem starke Schmerzen, Rötung, Schwellung und Überwärmung eines Gelenks sowie allgemeine Entzündungen auf. Später lagern sich Harnsäurekristalle in den Gelenken ab. Der Konsum von Lebensmitteln, die wenig Purine und Harnsäure enthalten, sowie eine Gewichtsreduktion und ausreichendes Trinken helfen vielen Patienten. Sie sollten kalorienarme Getränke wie Wasser, ungesüßte Kräutertees oder Fruchtsaftschorlen bevorzugen.

Ernährung bei Rheuma – Fisch statt Fleisch

Fleisch enthält zwar wichtige Vitamine und Eiweiße, aber Patienten mit Rheuma sollten bei diesem tierischen Produkt nur sparsam zugreifen. Weißes Fleisch wie Geflügel (Pute, Hähnchen) ist gesünder als rotes Fleisch (Schwein, Rind, Wild). Auch beim Konsum von Wurstwaren wie Schinken, Salami oder Leberwurst ist Maßhalten angesagt. Sie enthalten oft große Mengen versteckter Fette, die nicht auf den ersten Blick sichtbar sind. Menschen mit Rheuma sollten Fleisch und Wurst höchstens ein- bis zweimal wöchentlich essen. Innereien wie Leber, Herz oder Niere sowie Eier stehen bei der Ernährung bei Rheuma möglichst gar nicht auf dem Speiseplan.

Milch und Milchprodukte wie Joghurt, Quark oder Käse bieten die Hersteller mittlerweile in fettarmen Varianten an. Vollfettprodukte enthalten oft entzündungsfördernde Substanzen.
Fett ist außerdem nicht gleich Fett. Ernährungswissenschaftler unterscheiden ungesunde gesättigte Fettsäuren, die meist in tierischen Lebensmitteln (z.B. Fleisch) stecken, und ungesättigte Fettsäuren. Einfach ungsättigte Fettsäuren sind vor allem in pflanzlichen Lebensmittel wie Weizenkeim-, Raps-, Sonnenblumen oder Olivenöl enthalten. Zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählen Omega-3-Fettsäuren, die eine entzündungshemmende Wirkung besitzen; sie kommen in Seefischen wie Hering, Lachs oder Makrele vor.

Obst und Gemüse als Rheuma-Diät

Patienten mit Rheuma, die gleichzeitig unter Gelenkentzündungen leiden, benötigen besonders viele Vitamine und Mineralstoffe. Oft sind bei ihnen niedrigere Vitamin-E- und Zink-Spiegel als bei Gesunden nachweisbar, obwohl ihr Körper diese besonders dringend benötigt.

Die Ernährung bei Rheuma sollte viel frisches Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte beinhalten. Am besten ist es, sie täglich zu konsumieren! Ausreichende Mengen an Vitamin D und Kalzium beugen einem Knochenschwund (Osteoporose) vor. Die Knochenerkrankung ist oft eine Folge rheumatischer Gelenkkrankheiten. Vitamin D kann der Körper mit Hilfe des Sonnenlichts über die Haut selbst herstellen. Reich an Vitamin D sind aber auch Lebensmittel wie Aal, Hering, Eier und Käse. Gute Kalziumlieferanten sind zum Beispiel Milch und Milchprodukte, aber auch kalziumreiche Mineralwässer.

Ernährung bei Rheuma – Nahrungsergänzungsmittel

Manche Personen mit Rheuma können ihren erhöhten Vitamin- und Mineralstoffbedarf nicht allein über die Ernährung decken. Ihnen können Nahrungsergänzungsmittel mit diesen Stoffen helfen. Es gibt zum Beispiel Präparate mit Vitamin D, die Apotheken und Drogerien auch in Kombination mit Mineralstoffen anbieten. Rheumatiker sollten sich unbedingt zuvor mit ihrem behandelnden Arzt besprechen. Auch sind die Art der Inhaltsstoffe, deren Dosierung und allgemein die Qualität der Präparate wichtig. Nicht immer halten sie das, was die Aufschriften auf der Packung versprechen.

Ansonsten sind Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralstoffen, Heilerden, Gelatinekapseln oder Soja-, Hefe- und Algenextrakte für die meisten Patienten überflüssig. Vorausgesetzt, die Ernährung bei Rheuma ist ausgewogen und nährstoffreich.

Heilfasten als Rheuma-Diät

Fastenkuren können Patienten mit Rheuma helfen, zumindest kurzfristig. Heilfasten über sieben bis neun Tage lindern Gelenkschmerzen, allerdings halten diese Effekte meist nicht lange an. Wie das Heilfasten bei Rheuma genau wirkt, ist noch vollständig geklärt. Eine Rolle spielt sicher der Gewichtsverlust durch Fasten. Das Heilfasten ist eventuell (Absprache mit dem Arzt!) bei übergewichtigen Patienten ratsam.

Allerdings wird beim Fasten Eiweiß aus der Muskulatur, dem Knochen und anderen Geweben abgebaut. Ist die rheumatoide Arthritis aktiv (bei einem Krankheitsschub), wirkt sich dieser Verlust von Eiweiß weiter negativ aus. Denn schon die Gelenkentzündung geht mit einem Eiweißabbau einher. Um diese Effekte zu kompensieren, gibt es eine abgewandelte Form des Fastens, bei der Patieten hochwertiges Eiweiß und Vitamine ergänzend einnehmen.

Grundsätzlich gilt: Wer längere Fastenkuren plant, sollte diese unbedingt unter ärzlicher Aufsicht und nicht auf eigene Faust unternehmen. Wichtig ist es zudem, die Rheuma-Medikamente weiter einzunehmen während des Fastens.

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