Erektile Dysfunktion - was hilft?

Mann kann nicht immer! Doch was hilft, wenn das beste Stück öfters schlapp macht? Die wichtigsten Therapien bei Erektiler Dysfunktion und Impotenz.
Von Franka Dietz
Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Erektile Dysfunktion?
Erektile Dysfunktion - Therapien
- Gesunder Lebensstil gegen Erektionsstörungen
- Medikamente bei Erektiler Dysfunktion
- Weitere Therapien bei Impotenz
Erektile Dysfunktion - Tipps für Männer
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Was ist eine Erektile Dysfunktion?

Mann will, kann aber nicht. Erektionsstörungen kennt fast jeder Mann. Mit zunehmendem Alter können solche Erektionsstörungen immer häufiger auftreten. Insgesamt schätzen Ärzte die Zahl der Männer mit Erektiler Dysfunktion auf drei bis fünf Millionen. Die Dunkelziffer ist allerdings hoch, weil viele Männer (aus Scham) keinen Arzt konsultieren. Der Penis wird bei einer Erektilen Dysfunktion nicht mehr ausreichend steif oder erschlafft zu früh wieder. Männer können keine Erektion erreichen oder aufrechterhalten. Ein befriedigender Geschlechtsverkehr ist so oft nicht mehr möglich. Aber oft ist die Lust auf Sex bei den Männern durchaus noch vorhanden.

Erektile Dysfunktion – Therapien, die helfen

Eine Erektile Dysfunktion liegt laut Medizinern vor, wenn ein Mann innerhalb von sechs Monaten bei etwa 70 Prozent der versuchten Geschlechtsverkehre keinen Erfolg hat, weil er keine ausreichende Erektion bekommt. Bei den meisten Männern ist eine andere Krankheit die Ursache für die Erektile Dysfunktion. Dann gilt es, diese zuerst zu behandeln. Heute gibt es eine Reihe wirksamer Therapien, mit denen Mann die Impotenz angehen kann.

Lebensstil – gesünder leben!

Ein ungesunder Lebensstil kann im Zusammenhang mit der Entwicklung der Erektilen Dysfunktion stehen. Männer sollten deshalb auf ihre Lebensgewohnheiten achten. So verbessert sich manchmal auch die Erektionsfähigkeit.

Medikamente gegen Erektile Dysfunktion

Die sogenannten Phosphodiesterase-Hemmer (PDE-5-Hemmer) sind heute die Therapie der ersten Wahl bei Erektiler Dysfunktion. Sie blockieren das Enzym Phosphodiesterase-5 (PDE-5). So entspannen sich die glatten Muskelzellen in den Schwellkörpern, die Gefäße weiten sich und die Blutzufuhr in den Penis wird angekurbelt - und damit eine Erektion. Die sexuelle Lust fördern die Medikamente aber nicht. Eingesetzte Wirkstoffe sind Sildenafil, Tadalafil und Vardenafil. Neu zugelassen wurde Avanafil. Die Substanz ist bereits nach 15 Minuten wirksam. Die vier zugelassenen PDE-5-Hemmer haben vergleichbare Wirkeffekte, unterscheiden sich aber bezüglich des Eintritts und der Dauer der Wirkung.

Sexualhormone können helfen, wenn ein nachgewiesener Testosteronmangel vorliegt. Das Testosteron gibt es als Injektion, Gel, Pflaster oder Tablette.

Yohimbin spielt eine untergeordnete Rolle in der Therapie der Erektilen Dysfunktion. Das Mittel wird vor allem bei leichten Störungen der Erektionsfähigkeit eingesetzt. Yohimbin stammt aus der Rinde eines westafrikanischen Baums und gilt im Heimatland als Aphrodisiakum. Wie Yohimbin genau wirkt, ist unbekannt.

Apomorphin - ein Abkömmling des Morphins - hat sich in der Therapie der erektilen Dysfunktion nicht durchgesetzt. Das Medikament wird heute nur selten eingesetzt.

Andere Therapien bei Impotenz

Vakuumpumpen sind mechanische Erektionshilfen. Auf den Penis wird ein Zylinder aufgesetzt und ein Unterdruck erzeugt. Der Penis füllt sich mit Blut und es kommt zur Erektion.

Schwellkörper-Autoinjektions-Therapie (SKAT): Sie wurde von den PDE-5-Hemmer nahezu abgelöst. Vor dem Geschlechtsverkehr injizieren sich Männer mit einer dünnen Nadel ein Medikament in einen Schwellkörper des Penis. Eingesetzte Wirkstoffe sind Prostaglandin E1 oder Papaverin. Beide Substanzen lassen die glatte Penismuskulatur erschlaffen und lassen das Blut in die Schwellkörper strömen.

Transurethrale Applikation vasoaktiver Substanzen (MUSE): Diese Technik hat an Bedeutung verloren. Der Wirkstoff Prostaglandin E1 wird über einen Plastik-Applikator angewendet, der in die Harnröhre eingeführt wird (dies tun Männer selbst). Das Medikament entspannt die glatten Muskeln im Penis, die Schwellkörper werden stärker durchblutet und es kommt zu einer Erektion.

Operative Therapien bei Erektiler Dysfunktion: Manchmal helfen Schwellkörperimplantate sowie Arterien- und venenchirurgische Eingriffe gegen die Erektile Dysfunktion.

Psychologische Betreuung und Psychotherapie helfen, wenn die Ursache der Erektilen Dysfunktion psychischer Natur ist. Auch die Partnerin sollte einbezogen werden, denn eine Erektionsstörung betrifft auch sie.

Erektile Dysfunktion – Tipps für Männer

Die Behandlung von Erektionsstörungen gehört immer in die Hände eines erfahrenen Urologen. Scheuen Sie sich nicht, einen Arzt zu Rate zu ziehen – mit einer Erektilen Dysfunktion sind Sie nicht alleine, sie betrifft mehr Männer als Sie glauben. Vorsicht geboten ist auch bei Medikamenten gegen Erektionsstörungen, die im Internet auch ohne Rezept angeboten werden. Oft handelt es sich um Fälschungen – die Wirkstoffe können niedriger dosiert sein und sogar Stoffe enthalten, die auf keinen Fall gegen Impotenz wirken, zum Beispiel Backpulver. Oft sind die Medikamente und lösen im schlimmsten Fall schwere Nebenwirkungen aus.

Weiterführende Informationen

 

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