Colitis ulcerosa - das steckt dahinter

Bei einer Colitis ulcerosa streikt der Darm. Aufflammende Entzündungen beeinträchtigen den Alltag schwer - alles über Ursachen, Symptome und Therapien.
Von Franka Dietz

Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Colitis ulcerosa?
Wie häufig ist die Colitis ulcerosa?
Was sind die Ursachen von Colitis ulcerosa?
Was sind die Colitis-Symptome?
Diagnose Colitis ulcerosa - wie geht der Arzt vor?
Wie wird eine Colitis ulcerosa behandelt?
Komplementärmedizin bei Colitis ulcerosa
Wie sind die Heilungschancen bei Colitis ulcerosa?

Was ist eine Colitis ulcerosa?

Die Colitis ulcerosa zählt  zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (CED).  Sie verläuft in wiederkehrenden Schüben, die oft plötzlich und unerwartet einsetzen. Es bilden sich Entzündungen und Geschwüre im Darm. Meist geht die Entzündung der Darmschleimhaut vom Enddarm aus und breitet sich unterschiedlich weit im Dickdarm aus. Im Unterschied zu Morbus Crohn, der ebenfalls zu den CED zählt, bleibt die Colitis aber auf den Dickdarm und die Schleimhaut begrenzt. Morbus Crohn kann dagegen sämtliche Bereiche des Verdauungstraktes befallen. Die Colitis-Symptome sind häufige Durchfall, Bauchkrämpfe und Abgeschlagenheit aufgrund der Schübe. Bei den einen Patienten verläuft die Colitis mild, andere leiden unter häufigen und heftigen Krankheitsschüben. Eine Colitis ist nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut therapieren.

Wie häufig ist Colitis ulcerosa?

In Deutschland leben Schätzungen zufolge rund 168.000 Menschen mit der entzündlichen Darmkrankheit. Auch Morbus Crohn ist eine häufige Form der CED. Insgesamt leben hierzulande etwa 400.000 Menschen mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung.

Männer und Frauen erkranken etwa gleich häufig. Die meisten Menschen trifft die Colitis im jungen Erwachsenenalter zwischen 25 und 35 Jahren. Die meisten stecken mitten in der Ausbildung oder im Beruf. Grundsätzlich kann aber jeder Mensch erkranken – sogar kleine Kinder und ältere Menschen. Die Colitis beeinträchtigt den Alltag schwer.

Was sind die Ursachen von Colitis ulcerosa?

Die Ursachen der Colitis ulcerosa sind noch nicht vollständig aufgeklärt. Einen einzelnen Auslöser der Colitis konnten Forscher bislang nicht festmachen. Darmbakterien dringen in die Darmschleimhaut ein, es kommt zu Entzündungen und einer Immunreaktion. Forscher vermuten auch, dass die Darmflora mitbeteiligt ist. Sie stellten fest, dass die Vielfalt der Bakterien im Darm während eines Schubs abnimmt.

Bei der Entstehung der Colitis scheinen mehrere Faktoren eine Rolle zu spielen: die Gene, Umweltfaktoren, Ernährungs- und Hygienegewohnheiten (übertriebene Hygiene, mangelnder Kontakt mit Schmutz). Sie führen dazu, dass die Barrierefunktion der Darmschleimhaut Schaden nimmt. Interessant ist, dass Rauchen einen gewissen Schutz vor der Colitis ulcerosa bietet – im Gegensatz zu Morbus Crohn, bei dem das Rauchen die Krankheit befördert.

Was sind die Colitis-Symptome?

Typisch für eine Colitis ulcerosa ist, dass die Krankheit in Schüben verläuft. Dazwischen liegen immer wieder Monate oder sogar Jahre, in denen keine Symptome auftreten. Individuell unterschiedlich sind die Häufigkeit und Intensität der Schübe. Eine Colitis ulcerosa ist an folgenden Symptomen erkennbar:

  • häufig Durchfälle, der Stuhl kann mit Blut oder Schleim vermengt sein
  • krampfartige Bauchschmerzen,
  • ständiger Stuhldrang,
  • Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Fieber
  • Gewichtsverlust, Schwäche und Abgeschlagenheit aufgrund der Schübe.

Eine Colitis kann sich auch an anderen Stellen des Körpers zeigen. Selten dehnen sich die Entzündungen auf die Gelenke, Augen und Haut ausdehnen.  Bei Morbus Crohn ist dies häufiger zu beobachten.

Diagnose Colitis ulcerosa - wie geht der Arzt vor?

Eine Colitis ulcerosa lässt sich mit verschiedenen Untersuchungsmethoden diagnostizieren. Am Anfang steht immer ein ausführliches Gespräch zwischen Arzt und Patient (Anamnese). Im Zentrum stehen Vorerkrankungen, Krankheiten in der Familie (Colitis ist zum Teil erbliche bedingt), aber auch Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Folgende Untersuchungen macht der Arzt:

Wie wird eine Colitis ulcerosa behandelt?

Eine Colitis ist nicht heilbar, lässt sich aber mit Medikamenten gut therapieren. Eine Übersicht über die Colitis-Behandlung finden Sie hier >>

Komplementärmedizin bei Colitis ulcerosa

Viele Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung setzen ergänzend auf die Komplementärmedizin. Einen Überblick über komplementärmedizinsche Heilmethoden bei Colitis ulcerosa finden Sie hier >>

Wie sind die Heilungschancen bei Colitis ulcerosa?

Eine Colitis ulcerosa ist nicht heilbar, lässt sich aber gut mit Medikamenten behandeln und in Schach halten. So verbessert sich meist auch die Lebensqualität der Patienten, wenn die Anzahl und Schwere der Entzündungen und Krankheitsschübe abnehmen. Viele können ihren Alltag und Beruf wieder gut bestreiten. Die Colitis kann auch mit Begleiterkrankungen einhergehen, zum Beispiel der Zuckerrankheit Typ-1-Diabetes, Schäden an der Haut, den Augen und Gelenken sowie den Gallenwegen und der Leber. Auch das Risiko für Darmkrebs ist erhöht, weshalb regelmäßige Vorsorgemaßnahmen wie die Darmspiegelung sehr wichtig sind.

Top Themen

Abbildung von Hausmitteln, wie z.B. Tee, bei einer Erkältung
Extra

Hausmittel bei Erkältung: Ausschwitzen, Wadenwickel und Co.

Ob aus dem Kräutergarten oder aus Omas Trickkiste – die besten Hausmittel bei Erkältung von A wie Ausschwitzen bis Z wie Zwiebelsaft. Zu den Hausmitteln
Hämorrhoiden - Brennen und Jucken am Po

Problemzone Po: Schnelle Hilfe bei Hämorrhoiden

ANZEIGE - Hämorrhoiden treffen Millionen von Menschen - das hilft gegen das Jucken und Brennen.
Frau in der Badwanne: Erholsam baden mit Rheuma dank Mangar-Badekissen

Rheuma - Erholsam baden dank Badekissen

- ANZEIGE - Menschen mit Rheuma können durch ein Wannenbad schmerzfreie Intervalle erleben. Ein Badekissen ermöglicht den sicheren Ein- und Ausstieg.