Colitis ulcerosa - Behandlung

Eine Colitis ulcerosa begleitet die Patienten meist lebenslang. Mit Medikamenten lässt sie sich aber gut in den Griff bekommen.
Von Franka Dietz

Inhaltsverzeichnis
Colitis ulcerosa - das steckt dahinter
Colitis-Medikamente
Komplementärmedizin bei Colitis ulcerosa
Durchfall - Hausmittel und Tipps

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie eine Colitis ulcerosa sind nicht heilbar – und deshalb ein lebenslanger Begleiter. Ziel der Colitis-Therapien ist es, Symptome wie Durchfälle und Bauchkrämpfe abklingen zu lassen, die Entzündungen zu stoppen und die Zahl und Intensität der Krankheitsschübe zu senken. Insgesamt gilt es, die geschmälerte Lebensqualität der Patienten zu verbessern.

Wichtig ist es auch, mögliche Folgen der Colitis rechtzeitig zu erkennen. Da Patienten mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs haben, sollten sie sich regelmäßig einer Darmspiegelung (Koloskopie) unterziehen. Manchmal müssen auch erkrankte Darmabschnitte chirurgisch entfernt werden.

Colitis-Medikamente

Gegen Colitis ulcerosa setzen Ärzte verschiedene Medikamente ein, die auf das Immunsystem einwirken und die Entzündung bremsen. Entzündungshemmende Mittel gibt es als Tabletten und Kapseln zum Schlucken, aber auch als Zäpfchen, Einläufe und Schäume, die Patienten über den Enddarm anwenden.

Die wichtigsten Substanzklassen in der Colitis-Behandlung sind:

Von der Ausprägung der Colitis und dem Verlauf der Colitis ulcerosa hängt es ab, welches Medikament in welcher Dosierung eingesetzt wird. Manche Patienten erleben häufige und schwere Schübe, bei anderen verläuft die Darmentzündung dagegen mild. Manchmal müssen Patienten verschiedene Medikamente testen, bis eines den gewünschten Erfolg bringt. Die neuen Antikörper werden oft eingesetzt, wenn andere Medikament die Schübe nicht ausreichend eindämmen und die Colitis bremsen können. Wichtig ist auch, dass die Colitis-Behandlung rechtzeitig beginnt, bevor sich Schäden im Darm entwickelt haben.

Psychotherapie bei Colitis ulcerosa

Ein Colitis ulcerosa kann für die Betroffenen psychisch sehr belastend sein und den Alltag und die Lebensqualität schwer beeinträchtigen. Verantwortlich dafür sind die häufigen Durchfälle im akuten Krankheitsschub und die oft gleichzeitig auftretenden Bauchkrämpfe. Betroffene können oft ihren Beruf nicht normal ausüben, Reisen mit Hotelaufenthalten oder Restaurantbesuche sind ebenfalls nicht möglich. Je schwerer der Verlauf der Colitis ulcerosa ist, desto häufiger treten Symptome wie Ängste und depressive Verstimmungen auf. Eine Psychotherapie und das Engagement in einer Selbsthilfegruppe können den Darmpatienten helfen. Hier können sie sich mit anderen Betroffenen austauschen und erhalten Rat und Hilfe. Psychische Störungen können sich wiederum negativ auf den Krankheitverlauf auswirken.

Komplementärmedizin bei Colitis ulcerosa

Einen Überblick über die Komplementärmedizin bei Colitis ulcerosa finden Sie hier >>

 

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