Aphthen (Aften) - das steckt dahinter

Aphthen (auch Aften oder Aphten) sind schmerzhaft, aber harmlos. Sie können auf bestimmte Krankheiten hinweisen - wann Sie zum Arzt sollten!
Von Franka Dietz

Inhaltsverzeichnis
Bildergalerie: Aphthen - so hilft die Homöopathie!
Was sind Aphthen (Aften, Aphten)?
Was sind die Aphten-Symptome?
Was sind die Ursachen von Aphthen?
Wie erfolgt die Aphten-Behandlung?
Aphthen – wann zum Arzt?

Was sind Aphthen (Aften, Aphten)?

Aphthen werden oft auch Aphten oder Aften (niederländisch) genannt. Aphthen sind kleine, runde, aber oft sehr schmerzhafte Läsionen der Mundschleimhaut. Die Entzündung im Mund kann die Größe einer Linse, aber auch eines Cent-Stücks haben. Die Aphten sind mit einer weiß-gelblichen Flüssigkeit überzogen und sehen optisch deshalb aus wie weiß-gelbliche Flecken. Der weißliche Belag besteht aus Blutgerinnselfasern (Fibrin). Aphten im Mund (Wange, Gaumen), im Rachen, am Zahnfleisch oder auf der Zunge sind häufig. Frauen sind insgesamt häufiger betroffen als Männer. Und Aphthen treten in manchen Familien gehäuft auf. Aphthen bei Kindern können ebenfalls vorkommen, sie können sich dann während des gesamten Lebens immer wieder neu entwickeln.

Mediziner unterscheiden bei der Entzündung im Mund zwei Typen:

  • Minor-Typ: Er ist am häufigsten, es bilden sich nur wenige kleinere Herde.
  • Major-Typ: Er ist selten, hier sind die Aphthen größer, zahlreich und heilen nur unter Narbenbildung ab.

Was sind die Aphten-Symptome?

Aphthen sind leicht zu erkennen als weiß-gelbliche Flecken, die Schmerzen verursachen. Die entzündeten Stellen finden sich vereinzelt im Mund, können aber auch im ganzen Mund- und Rachenraum verteilt sein. Die Bläschen befinden sich oft an der Wange, der Innenseite der Lippe oder auch auf der Zunge.

Was sind die Ursachen von Aphten?

Warum sich Aphthen bilden, ist noch nicht geklärt. Als Verursacher der Aphthen vermuten Ärzte aber Infektionen mit Viren und Bakterien, zum Beispiel im Rahmen von Erkältungskrankheiten.
Außerdem können Aphthen ein Anzeichen für eine Mangelerscheinung sein. Aphthen deuten eventuell auf eine zu geringe Eisenaufnahme, einen Folsäuremangel oder einen Vitamin-B12-Mangel hin.

Auch die Unverträglichkeit bestimmter Stoffe und Substanzen kommen als Ursache der Aphthen in Frage. Dazu zählen zum Beispiel die Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), aber auch andere Nahrungsmittelunverträglichkeiten (z.B. gegen Tomaten, Nüsse, Obst, Schokolade).

Aphthen entstehen oft im Zuge eines geschwächten Immunsystems. Stress und Schlafmangel können das Abwehrsystem zusätzlich schwächen.

Auch nach Verletzungen im Mundraum können sich Aphthen bilden. Sie entstehen beispielsweise beim Biss auf die Lippe oder beim Genuss von Brot mit harter Kruste.

Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Deshalb vermuten Mediziner hormonelle Veränderungen als Auslöser der Aften.

Daneben gibt es weitere Risikofaktoren, welche die Entstehung von Aphthen  fördern. Dazu zählen:

Aphten – Behandlung

Aphthen sind zwar schmerzhaft und unangenehm, aber ungefährlich. Sie heilen meist nach ein bis zwei Wochen von selbst ab. Allerdings können sie immer wieder auftreten. Eine spezielle Aphthen-Behandlung ist meist nicht nötig. Den schmerzhaften Bläschen können Betroffene aber mit Hausmitteln und Homöopathie zu Leibe rücken. Gegen die Beschwerden helfen folgende Mittel gegen Aphten, die den Schmerz stillen und den Mund- und Rachenraum desinfizieren:

Sind die Aphthen hartnäckig, hilft möglicherweise auch ein Medikament mit Kortison (verschreibungspflichtig, nur in Absprache mit dem Arzt!) Außerdem soll ein Verzicht auf Zahnpasten mit Natriumlaurylsulfat oder Triclosan bei der Aphthen-Behandlung helfen. Bei einem Verdacht auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit (z.B. Glutenunverträglichkeit) sollten Sie das entsprechende Lebensmittel vom Speiseplan streichen. Auch auf salz- und säurehaltige Lebensmittel sollten sie verzichten, denn sie verstärken die Schmerzen. Vor bakteriellen Infektionen schützen Sie sich mit einer guten Mundhygiene und Mundspülungen, die Keime abtöten.

Aphthen – wann zum Arzt?

Wer häufig unter größeren Aphthen (Major-Aphthen) an mehreren Stellen im Mund leidet, sollte einen Zahnarzt oder HNO-Arzt aufsuchen. Denn: Die Aphthen können ein Symptom für eine ernsthafte Erkrankung sein. Beispiele sind chronisch entzündliche Darmerkrankungen (CED) wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Auch eine HIV-Infektion, die seltene Gefäßerkrankung Morbus Behçet oder eine Glutenunverträglichkeit können dahinter stecken.

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