Handynacken – das steckt dahinter

Das Mobilgerät ist aus dem Alltag nicht wegzudenken. Doch viele übertreiben es mit der Nutzung des Smartphones - ein Handynacken kann entstehen!
Von Franka Dietz
Mann mit Tablet: Handynacken durch zu häufige Nutzung von Smartphones und Tablets
Handynacken durch zu häufige Nutzung von Smartphones und Tablets

Inhaltsverzeichnis
Handynacken - so entsteht er
Handynacken - die Ursachen
Handynacken - so schützen Sie sich
Bildergalerie: 8 Tipps gegen den Handynacken
Bildergalerie: Rückenschmerzen - 6 homöopthische Mittel
Bildergalerie: Bandscheibenvorfall - so schützen Sie sich
Smartphones - Kinder unter Stress

Smartphones, Tablets oder E-Book-Reader sind bei vielen Menschen im Dauereinsatz. Selbst in der U-Bahn oder Laufen auf der Straße beugen sich viele über ihr Smartphone, um zu chatten, SMS zu schreiben, Mails zu checken oder im Internet zu surfen. Doch wer es mit der Nutzung seines mobilen Geräts übertreibt, riskiert einen sogenannten Handynacken. Der ständig nach unten geneigte Kopf überlastet die Wirbelsäule - ein Handynacken mit Muskelverspannungen sowie Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sind die Folgen.

So entsteht ein Handynacken

Das Krankheitsbild ist nicht ganz neu. Auch Menschen, die stundenlang am Schreibtisch in einer falschen Sitzposition verharren, bekommen mit der Zeit Rückenprobleme. Mit dem Begriff "Handynacken" stellen Orthopäden aber eine Verbindung zwischen der Überlastung der Wirbelsäule dem auslösenden Gegenstand her – in diesem Fall den mobilen Endgeräten. Der Handynacken entsteht erst, wenn die Nutzer der Geräte stundenlang mit herabhängendem Kopf - und damit in einer unnatürlichen Haltung - auf das Displays blicken. Ein Handynacken bildet sich nicht, wenn ein Mensch nur kurz seine E-Mails abruft oder im Internet surft. Eine untrainierte Rückenmuskulatur begünstigt zudem die Entstehung eines Handynackens.

Handynacken – ein Kasten Wasser auf der Wirbelsäule

Wird die Halswirbelsäule rund 15 Grad nach vorne gebeugt, wirken statt der vier bis sechs Kilogramm Kopfgewicht zusätzlich 13 Kilogramm auf den Rücken ein. Je weiter der Kopf nach vorn geneigt wird, desto stärker ist die Belastung. Beim Blick auf das Handy senkt der Nutzer sein Haupt meist um über 45 Grad – dann wirken Kräfte von über 20 Kilogramm. Das entspricht mehr als einem Kasten Wasser.

Hält diese Haltung oft und lange an, etwa durch mehrstündiges Lesen eines E-Books oder das Arbeiten am Tablet oder Smartphone, werden Muskeln, Sehnen und Bandscheiben erheblich strapaziert und die Halswirbelsäule überlastet. Dies kann zu dauerhaften Muskelverhärtungen und einer Schonhaltung führen. Schmerzen im Schulter-Nacken-Bereich, Kopfschmerzen und Verschleißerscheinungen sind die Folge.

Bewegung schützt vor Handynacken

Orthopäden raten zu regelmäßigem Sport und mehr körperlicher Bewegung im Alltag, um die Rückenmuskulatur zu stärken. „Der Mensch ist eigentlich ein Lauf- und Bewegungstier. Aber heutzutage sitzen wir viel zu viel – und falsch“, warnt Prof. Bernd Kladny von der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU).  Viele Rückenleiden ließen sich verhindern, wenn Menschen mehr in ihre Muskulatur investierten. „Da kann jeder sehr viel für sich tun!“, so Kladny.

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