Geistige Fitness - das steckt dahinter

Fitness bezieht sich nicht nur auf den Körper, sondern auch auf den Geist. Sie können selbst einiges tun, um Ihre grauen Zellen auf Trab zu halten.
Von Peter Sadler
Fitness spielt in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle - so auch die mentale Fitness. Doch was versteht man eigentlich unter mentaler Fitness und welche geistigen Fähigkeiten werden dabei besonders beansprucht? .

Unter dem Begriff mentale Fitness lassen sich ganz unterschiedliche geistige Fähigkeiten zusammenfassen. Die wichtigsten sind das Gedächtnis, die Intelligenz und die Kreativität.

Fitness fürs Gedächtnis

Die Fähigkeit, sich an Dinge zu erinnern, ist für die mentale Fitness von großer Bedeutung. Denn es ist der Zugriff auf früher aufgenommene Informationen, der das Material für unsere geistigen Aktivitäten liefert. Wenn wir uns an etwas erinnern, werden schon vorhandene Verbindungen im Gehirn aktiviert. Je häufiger eine solche Verbindung aktiviert wird, desto leichter fällt uns der Zugriff auf entsprechendes Wissen. Wiederholung ist daher eine der Grundbedingungen für ein gutes Gedächtnis.

Verbindungen, die lange nicht genutzt wurden, verkümmern im Laufe der Zeit und wir vergessen entsprechendes Wissen. Das Lernen macht aber nur dann wirklich Sinn, wenn zwischen dem neuen Wissen und dem bereits vorhandenen Wissen möglichst viele Verbindungen in Form logischer Strukturen bestehen. Sonst haben wir nur wenig Möglichkeit, das Wissen auch aktiv anzuwenden. Daher ist das Einordnen des Gelernten in das bisherige Denksystem von besonderer Bedeutung.

Intelligenz wach halten

Intelligenz ist ein weiterer zentraler Bestandteil mentaler Fitness. Intelligenz ist aber nicht gleich Intelligenz. Verabschieden Sie sich von der Vorstellung, intelligent sei derjenige, der im Intelligenztest besonders hohe Werte erzielt. Denn im Gegensatz zu früher unterscheiden die meisten Fachleute heute verschiedene Formen der Intelligenz. So wird in IQ-Tests oftmals lediglich Wissen abgefragt und es werden sprachliche sowie logisch-mathematische Fähigkeiten getestet. Darüber hinaus spricht man jedoch auch von emotionaler Intelligenz, die mit keinem der der gängigen IQ-Tests erfasst wird. Trotzdem ist sie für ein erfülltes und erfolgreiches Leben sowie mentale Fitness ebenso entscheidend wie die mit herkömmlichen Intelligenztests erfassten Fähigkeiten. Zur emotionalen Intelligenz gehören zum Beispiel der Zugang zu eigenen Gefühlen, aber auch Einfühlungsvermögen und Menschenkenntnis.

Diese verschiedenen „intelligenten" Fähigkeiten sind bei jedem Menschen unterschiedlich gut entwickelt. Während sich besonders gut in andere Menschen hineinversetzen kann, besitzt ein anderer vielleicht eine besondere mathematische Begabung. Erstrebenswert ist immer ein harmonisches Zusammenspiel all dieser Fähigkeiten mit dem Wissen um die eigene individuelle Begabung.

Kreativität fördern

Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist die Kreativität. Alles verändert sich und daher werden Sie auch immer wieder mit neuen Problemen oder Anforderungen konfrontiert. Bereits bekannte und teilweise auch neue Probleme lassen sich mit erlernten und bewährten Methoden lösen. Manche neue Situation erfordert aber plötzlich neue Lösungsansätze. Hier ist Kreativität als weiterer Baustein der mentalen Fitness gefragt.

Daher: Mental fit ist auch, wer die eigene persönliche Intelligenz wachhält. So können Sie auch im Alter noch mental fit sein. Weitere Informaionen dazu finden Sie auf der nächsten Seite.