Wie funktioniert Meditation?

Von Sibylle Sorge

Bei der Meditation versinken Sie ganz tief in sich selbst. Dadurch nehmen Sie die Umwelt weniger intensiv wahr als gewöhnlich. Viele Stressfaktoren werden so abgeschaltet und Sie erholen sich vom Alltagstrubel. Es gibt verschiedene Meditationsformen, aber alle funktionieren nach demselben Prinzip: Durch die Bündelung der eigenen Konzentration werden störende Dinge sozusagen ausgeblendet. Die nach außen gelenkte Aufmerksamkeit fixiert sich bei der Meditation auf eine einfache Gegebenheit, ohne diese aktiv geistig zu verarbeiten. Es findet keine Bewertung oder Analyse statt. Das Bewusstsein ist vorrangig nach innen gelenkt.

Ruhe durch Konzentration

Verschiedene Formen der Meditation unterscheiden sich, je nachdem, worauf Sie dabei Ihre Konzentration lenken. Drei Möglichkeiten sind: - Konzentration auf den Klang eines bestimmten Wortes (Mantra) - Konzentration auf einen bestimmten Gegenstand - Konzentration auf den eigenen Atem (Pranayama).

Übung muss sein

Alle diese Meditationsformen erfordern allerdings Übung. Nehmen Sie sich deshalb am Anfang ruhig Zeit und probieren Sie aus, welche Ihnen am besten gefällt. Egal, für welche Sie sich entscheiden, schon bald können Sie sich durch Meditation viel entspannter fühlen.

Überlieferte Zen-Weisheiten

Ein Zen-Schüler fragte seinen Meister, wie er denn meditieren solle. Der Meister überlegte lange und antwortete schließlich: „Wenn du einen Gedanken zu Ende gedacht hast und der nächste noch nicht begonnen hat, gibt es da nicht eine ganz kleine Lücke?“ „Ja“, erwiderte der Schüler. „Dann geh und verlängere sie“, entgegnete der Meister, „das ist Meditation.“