Biofeedback macht Änderungen Ihrer inneren Anspannung sichtbar. Dazu dient ein Gerät, das unkompliziert und ohne Schmerzen an Ihren Körper „angeschlossen" wird. Dieses Biofeedbackgerät misst verschiedene Körperwerte, zum Beispiel den Hautwiderstand. Dieser ist ein guter Indikator für den emotionalen Spannungszustand und die Aktivität des Nervensystems. Ist Ihre körperliche und seelische Anspannung hoch, verändert sich auch der Hautwiderstand.
An zwei Ihrer Finger wird jeweils eine Elektrode angebracht. Darüber misst das Biofeedbackgerät Veränderungen Ihres Hautwiderstandes. Das Gerät gibt Ihnen dann Rückmeldung über diese Veränderungen durch Licht- und Tonsignale. Nimmt Ihre Anspannung ab, wird der Ton tiefer und das Licht wandert auf der Skala in die eine Richtung. Nimmt Ihre Anspannung zu, wird der Ton höher und das Licht wandert in die andere Richtung. Wenn Sie sich nun bewusst Entspannung wünschen, zeigt Ihnen das Biofeedback-Gerät, ob Ihr Körper tatsächlich auf Ihren Wunsch reagiert und sich entspannt.
Sie lernen also, wie Sie durch Willen und Vorstellungskraft durchaus in der Lage sind, Entspannungszustände herbeizuführen. Die Ergebnisse des Biofeedbacks zeigen, dass der eigene Willen und eigene Vorstellungen eine wichtige Rolle bei der Entspannung spielen. Diesen Umstand machen sich auch andere Entspannungstechniken zunutze, zum Beispiel das autogene Training.
Um Biofeedback zu nutzen, müssen Sie einen Arzt oder Therapeuten aufsuchen, der mit dieser Methode arbeitet. Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse oder bei der Ärztekammer nach entsprechenden Adressen. Der Arzt gibt Ihnen dann eine Einführung. Danach können Sie Biofeedback auch zu Hause einsetzen. Beachten Sie aber, dass nicht alle Kassen die Kosten für Biofeedback erstatten.