Ein tierisches Profil

Der innere Schweinehund ernährt sich von Ihren Absichten. Natürlich nur von den guten. Er frisst sie mit einem einzigen Wort: „Nein!“ Das bekommen Sie zu hören, wann immer Sie ihn fragen:

  1. Soll ich etwas machen, das vorteilhaft für mich ist?
  2. Soll ich etwas unterlassen, das nachteilig für mich ist?

Dialoge mit dem Schweinehund, in denen er seinen Besitzer von etwas Vorteilhaftem abhält, laufen wie folgt ab:

Beispiel 1:

Sie sagen sich: „Ich habe mich heute noch keinen Schritt bewegt. Sollte ich nicht rausgehen?“
Innerer Schweinehund antwortet: „Nein! Bei der Kälte holst du dir den Tod. Bleib lieber vor dem Fernseher sitzen.“

Beispiel 2:

Sie sagen sich: „Fast alle Teller sind schmutzig. Sollte ich nicht abwaschen?“
Innerer Schweinehund erwidert: „Nein! Die Küche könnte eine Reinigungsaktion zwar gebrauchen, aber ein paar Teller sind noch sauber.“

Beispiel 3:

Sie sagen sich: „Mein Chef überträgt mir nur anspruchslose Aufgaben. Sollte ich mit ihm reden?“
Innerer Schweinehund reagiert mit den Worten: „Nein! Das bringt sowieso nichts. Und wenn doch, wirst du wahrscheinlich mit viel zu schwierigen Aufgaben betraut.“

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