Eröffnungsphase und Austreibungsperiode

Eine Geburt ist richtige Arbeit - für Mutter und Baby! Alles über die Eröffnungs- und Austreibungsphase.
Von Rosa Schneider

Nach der Aufnahme in die Klinik wird die Schwangere von einer Hebamme, evtl. auch von einem Arzt, untersucht. Dabei wird in der Regel ein Ultraschallbild gemacht. Auch wird untersucht, wie weit sich der Muttermund geöffnet hat. Mittels Wehenschreiber, dem so genannten CTG (Kardiotokogramm), werden Wehen und Herztöne des Kindes gemessen. Bei einem unauffälligen CTG mit normaler Herzfrequenzkurve des Kindes darf sich die werdende Mutter in der frühen Eröffnungsperiode noch außerhalb des Kreißsaales aufhalten. Treppensteigen und Spazierengehen fördern die Wehentätigkeit. Nach Auftreten kräftiger Wehen erfolgt die CTG-Kontrolle stündlich. Nun wird auch die persönliche Betreuung der Hebamme erforderlich. Sie gibt die nötige Zuwendung und lindert bei Bedarf die Geburtsschmerzen.

Von der Eröffnungsphase zur Austreibungsperiode

Zu Beginn der Eröffnungsperiode befindet sich der kindliche Kopf noch quer über dem Eingang zum kleinen Becken der werdenden Mutter. Im weiteren Verlauf tritt es tiefer, das Kinn beugt sich auf die Brust und der Hinterkopf dreht sich nach vorn zur Schamfuge. Nach vollständiger Öffnung des Muttermundes beginnt die Austreibungsphase (Dauer: 1-2 Stunden). Jetzt gelangt der Kopf bis auf den Beckenboden. Nun beginnt der Endspurt der Geburt, die Press-Phase. Diese dauert zwischen 15 und 45 Minuten und ist abhängig von Ausdauer der Mutter, Größe des Kopfes und Weite des Beckens. Dann ist Ihr Baby auf der Welt!