Nabelschnurblut enthält wertvolle Stammzellen, die lebensrettend sein können.
Konserviert und spendet man diese Stammzellen aus Nabelschnurblut direkt nach der Geburt, stehen sie als Nabelschnurblut-Präparat weltweit zur Verfügung und können bei Bedarf transplantiert werden. So bekommen Patienten, die an Leukämie oder einer anderen Erkrankung leiden und eine Stammzell-Transplantation benötigen, eine zweite Chance auf Leben.
Stammzellen aus Nabelschnurblut können Menschen helfen, die an Krankheiten leiden, bei denen die eigenen Stammzellen nicht richtig funktionieren oder von Krebszellen verdrängt werden. Diese schweren Krankheiten sind z. B. Leukämie und andere lebensbedrohliche Erkrankungen des blutbildenden Systems. Bereits bei über 70 verschiedenen Erkrankungen konnten Stammzellen erfolgreich eingesetzt werden. Oft können diese Krankheiten durch den Einsatz von Chemo- und/oder Strahlentherapie besiegt werden. In vielen Fällen gibt aber nur die Übertragung gesunder Stammzellen eines Fremdspenders den Patienten Hoffnung auf ein neues Leben.
Eine ganz entscheidende Voraussetzung für eine erfolgreiche Stammzell-Übertragung ist jedoch die fast 100-prozentige Übereinstimmung der Gewebemerkmale zwischen Spender und Patient. Das macht es so schwierig, für einen Patienten einen passenden Spender zu finden – die Wahrscheinlichkeit beträgt 1:20.000 bis 1:mehrere Millionen. Alleine in Deutschland findet immer noch jeder fünfte Patient keinen geeigneten Spender. Damit die Chancen steigen, den „Richtigen“ zu finden, ist es wichtig, dass möglichst viele Babys zu kleinen Helden werden und ihre Eltern das Nabelschnurblut spenden.