Frühgeburt - was nun?

Manche Kinder kommen zu früh auf die Welt. Ein Frühchen wird vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren - Hilfe und Tipps.
Von Rosa Schneider

Bei manchen Schwangeren setzen die Wehen ein, obwohl es noch sechs Wochen bis zum errechneten Geburtstermin sind.  Jetzt müssen Sie mit einer Frühgeburt rechnen. Doch wie kann es zu einer Frühgeburt kommen, mit welchen Komplikationen müssen Sie rechnen und lässt sich die Geburt noch hinauszögern?

Als Frühgeburt bezeichnen Ärzte ein Kind, das vor Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche zur Welt kommt. Auch alle Neugeborenen mit einem Geburtsgewicht unter 2500 Gramm sind Frühgeburten. Bei fünf bis acht Prozent aller Entbindungen kommt das Baby zu früh auf die Welt. Die Überlebenschancen der zu früh geborenen Babys hängen zum großen Teil vom Schwangerschaftsalter und dem Geburtsgewicht ab. Denn je jünger und kleiner das Kind ist, desto unreifer sind seine Organe. Ein großes Problem ist oft die unreife Lunge der Babys.

Frühgeburt - die Ursachen

Es gibt zahlreiche Gründe für eine Frühgeburt, doch nicht in jedem Fall lässt sich eine Ursache finden. Risikofaktoren für eine Frühgeburt sind unter anderem das Alter der werdenden Mutter, die Körpergröße oder die sozialen Verhältnisse. Sehr junge Frauen (unter 18 Jahren), ältere Schwangere (über 38 Jahre) und solche, die kleiner sind als 1,56 Meter, neigen zu Frühgeburten. Auch Frauen aus ungünstigem sozialem Milieu, ledige und geschiedene Frauen haben eine auffällig erhöhte Frühgeborenenhäufigkeit, die sich aus der besonderen seelischen Belastungssituation erklärt.

Darüber hinaus kommt es öfter zu einer Frühgeburt, wenn sich die werdende Mutter unzureichend ernährt, sie übergewichtig ist, sehr viel raucht, regelmäßig Alkohol trinkt, körperlich hart arbeiten muss oder wenn die Schwangerschaften in zu großen Abständen folgen. Auch Erkrankungen wie zu hoher oder zu niedriger Blutdruck, Asthma, akute Infektionskrankheiten (Nierenbeckenentzündung, Toxoplasmose, Röteln, Grippe, Hepatitis) und Stoffwechselstörungen (Diabetes, Schilddrüsenüberfunktion) - vor allem aber die Gestose - können eine Frühgeburt auslösen.

Aber auch wenn frühere Schwangerschaften durch eine Frühgeburt beendet wurden, wenn Blutungen auftraten oder eine Plazentainsuffizienz vorliegt, kündigt sich die Geburt oft vorzeitig an.