Schlafprobleme bei Babys - Erste-Hilfe-Tipps

Ihr Baby will nicht schlafen? So beruhigen Sie Ihr Kind bei Baby-Schlafproblemen auf natürliche Art.
Von Erika Möller

Sie haben alles richtig gemacht: Das Bettchen steht an einem ruhigen Ort, die Temperatur stimmt und sie haben ein Einschlafritual, das nicht länger als eine halbe Stunde dauert. Und doch schläft Ihr Kind nicht ein oder wacht zu oft in der Nacht auf.  Wenn keine organischen Ursachen vorliegen und das Kind sich nicht gerade in einem Wachstumsschub befindet, scheinen die Ursachen also psychologischer Natur zu sein.

Schlaftagebuch führen

Das heißt nicht etwa, dass Ihr Kind gestört ist. Vielmehr können kleine Kinder durch die kleinsten Sachen im Tagesablauf gestört werden. Und die werden oft von Erwachsenen übersehen. Deshalb sollten Sie ein paar Tage lang jedes Detail aus dem Leben Ihres Kindes und auch aus dem Familienalltag in einem Schlaftagebuch aufschreiben – dann kommen Sie der Irritation sicher schnell auf die Spur.

Schlafprobleme beim Baby - Erste Hilfe-Maßnahmen

  • Bewahren Sie Ruhe und Geduld!
  • Wiegen Sie das Kind zur Beruhigung.
  • Hat das Kind Luft verschluckt, tragen Sie es herum und massieren Sie den Bauch, bis es ein Bäuerchen macht.
  • Bleiben Sie bei Schmerzen und Ängsten in der Nähe Ihres Kindes.
  • Verzichten Sie vor Ende des ersten Lebensjahres darauf, die Ablösung des Kindes von Ihnen zu erzwingen.

Keine medikamentösen Einschlafhilfen!

In jedem Fall: Finger weg von Medikamenten. Künstliche Einschlafhilfen verschlechtern den Schlaf des Kindes. Das hört sich zunächst wie ein überflüssiger Tipp an. Aber Statistiken zeigen, dass Kindern bis zum Alter von einem Jahr die meisten Medikamente in der Gruppe der bis 14-Jährigen bekommen, und zwar überwiegend Psychopharmaka. Doch Medikamente gleich welcher Art beeinflussen die gesamte Entwicklung des Kindes und bereinigen die Schlafprobleme nicht. Denn die treten nach Absetzen des Medikaments sofort wieder auf.