
Vier winzige Dreiecke aus Stoff, riesige Wirkung: Modedesigner Louis Réard ahnte, dass sein Zweiteiler im Jahr 1946 wie eine Bombe einschlagen würde. Und genau deswegen nannte er seine innovative Bademodenkreation auch „Bikini". Denn vier Tage vor der ersten öffentlichen Präsentation hatten die Amerikaner im pazifischen Bikini-Atoll Atombombentests durchgeführt.
„Ehrbare" Models wollten sich in dem verruchten Kleidungsstück nicht zur Schau stellen, deshalb musste der französische Modeschöpfer eine Tänzerin aus einem Nachtclub für die Vorführung engagieren. Bombig war die Wirkung durchaus - Frankreich, Spanien und Belgien untersagten umgehend das öffentliche Tragen des Bikinis. Erst in den 1960er-Jahren erlebte das „Land der Kokosnüsse" (so Bikini wörtlich) seinen absoluten Durchbruch. Das kokette Bondgirl Ursula Andress jagte in dem schicken Zweiteiler Dr. No und verhalf der sexy Bademode so zum endgültigen Erfolg. Seitdem sind die vier Dreiecke aus der Modewelt nicht mehr wegzudenken.
Für Generationen von Frauen war er eine wahre Befreiung. Ende der 1960er-Jahre verbrannte aufgebrachte Frauenrechtlerinnen ihn als Zeichen der Unterdrückung. Geliebt und gehasst zugleich: der Büstenhalter, kurz BH. Das kontroverse Wäschestück blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits in der Antike tollten römische Schönheiten beim Ballspiel mit einer Art Sport-BH durch das alte Rom. Sie banden sich dabei Binden aus Leinen über die Brüste, um diese zu bedecken und zu stützen. Offiziell erfunden wurde der BH allerdings erst im 20. Jahrhundert. Die geschäftstüchtige Amerikanerin Mary Phelps-Jacob kreierte ihn als Ersatz für Mieder und Korsett und ließ sich ihre revolutionäre Erfindung 1914 patentieren. Erst Ende der 1940er-Jahre allerdings verdrängte das Kleidungsstück mit den zwei Körbchen das Mieder vollkommen aus der Wäschewelt.
Die Frau von heute hat freie Wahl: Push-up, Bügel oder nicht, Verschluss hinten oder vorne oder gar kein Büstenhalter. Letzteres scheint global gesehen ein gängiges Phänomen zu sein: Nur 30 Prozent der Frauen weltweit tragen überhaupt einen BH.
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Von Togo bis Malaysia - man kann sicher sein: In fast jedem Kleiderschrank findet man eine Jeans. Ob als Röhre, mit Schlag, oder als Baggy-Pants, die Jeans ist unser ständiger Begleiter. Vielfältig einsetzbar, ist das robuste Beinkleid aus unserem Alltagsleben gar nicht mehr wegzudenken. Und genau aus diesem Grund erblickte sie 1853 das Licht der Welt: um als strapazierfähige Arbeitshose den Goldsuchern in Kalifornien das raue Leben zu erleichtern. Der findige Auswanderer Levi Strauss aus Franken schneiderte die Goldgräberhose zuerst aus brauner Zeltplane. Von Schneider Jacob Davis kam die Idee, die Nähte mit Nieten zu verstärken. Erst später wurden die Jeans blau, als Strauss feineren Baumwollstoff aus der französischen Stadt Nîmes verwendete. Im amerikanischen Sprachgebrauch wurde aus dem französischen Namen schnell das Wort „Denim".
Ihren Triumphzug in Europa trat die Jeans erst nach dem Zweiten Weltkrieg an. Der Jugend galt die lässige Denim-Hose als Ausdruck von Verwegenheit und Rebellion. Die Schauspieler James Dean und Marlon Brando hatten gezeigt, dass Jeans-Träger vor allem eins waren: cool. Die ältere Generation hingegen sah die „Texashose" als Symbol für Unreife und Gewalttätigkeit. Der Siegeszug der feschen Hose war allerdings nicht mehr aufzuhalten. Mittlerweile ist allseits bekannt, dass nicht nur „hip teens blue jeans" tragen. Alt und jung, Mann und Frau - wir alle lieben das Beinkleid der Goldgräber.
Nicht ganz so robust wie die Jeans, jedoch auch überaus alltagstauglich für die Frau mit Stil und Eleganz ist das sogenannte kleine Schwarze. Spätestens seit Audrey Hepburn im Film „Frühstück bei Tiffany" das stilvolle Kleidungsstück bei wirklich jeder Gelegenheit trug, hat das schlichte Kleid unsere Herzen erobert.
Als das schwarze, maximal knielange Kleid Mitte der 1920er-Jahre seinen Einzug in die Modewelt nahm, prophezeite die amerikanische „Vogue": „Das schlichte Kleid wird eine Art Uniform für alle Frauen mit Geschmack werden." Und Recht hatte sie. Ob beim Shoppen in der Stadt, auf einem Cocktailempfang oder bei einer lockeren Party mit Freunden, im kleinen Schwarzen wird Frau zum Hingucker. Wer das tolle Kleid zuerst designte, ist umstritten. Lange Zeit sah man Coco Chanel als Schöpferin des Klassikers. Heute weiß man jedoch, dass auch die amerikanische Designerin Nettie Rosenstein als Erfinderin in Frage kommen könnte. Welcher kreativen Hand es auch entsprungen ist, wir sagen einfach: Danke!