Die türkische Küche geht auf sehr lange und alte Traditionen zurück. Neben der französischen und der chinesischen wird sie zu den drei größten Küchen der Welt gezählt.
Die türkische Küche hat eine lange Geschichte. Sie stellt eine Weiterentwicklung der ursprünglichen nomadischen Kochtradition der Turkvölker durch Vermischung mit der indischen, persischen, islamisch-arabischen Küche dar. Außerdem gibt es Einflüsse aus dem Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Diese Vielfalt der Einflüsse entwickelte sich durch die Jahrhunderte zur heutigen typisch türkischen Küche. Da die türkische Küche die griechische mitgeprägt hat, ähneln sich häufig die Namen der Gerichte.
Wie im gesamten islamischen Raum gelten auch in der Türkei für die muslimische Bevölkerung die Speisevorschriften des Islam von „haram“ (verboten) und „halal“ (erlaubt).
Der Tag beginnt traditionsgemäß mit dem Frühstück („Kahvalti“), das typischerweise aus Brot, Schafskäse, grünen und schwarzen Oliven, Tomaten, Gurken, Konfitüre und Tee („Cay“) besteht. Auch gesüßte Milch („Süt“)ist üblich.
Es folgt das Mittagessen, das man entweder zu Hause oder in einem „Lokanta“ einnimmt. Es besteht meist aus kleinen heißen Gerichten wie Suppen, traditionellen Gerichten wie „Lahmacun“ (türkische Pizza), verschiedenen Kebab-Arten (Fleischspieße), sonstigem gegrillten Fleisch, Salat als Beilage und einem Dessert (oft aus frischem Obst).
Das Abendessen zieht sich oft über mehrere Stunden hin. Normalerweise wird gegen 20 Uhr gegessen. Familienangehörige dürfen (auch ohne Einladung) jederzeit am Essen teilnehmen. Zum Abendeessen gehört meist eine Menüfolge mit drei oder mehr aufeinander folgenden Gerichten. Man beginnt mit kleinen kalten oder warmen Vorspeisen, „Meze“ genannt. Dazu wird Wein oder Raki (türkischer Anisschnaps) gereicht. Das eigentliche Essen beginnt mit einer Suppe. Es folgen Fleisch- und Gemüsegerichte sowie Salat. Später werden Gerichte wie „Dolma“ (gefülltes Gemüse oder gefüllte Weinblätter) serviert. Es folgen süße Desserts und frisches Obst. Das Essen wird mit einem Tee oder türkischen Kaffee abgerundet.
Charakteristisch für die türkische Küche sind „Baklava“ (Backwaren), die zahlreichen phantasievollen „Meze“ (Vorspeisen) und regional recht unterschiedlich zubereiteten Kebabs (Fleischspieße). Es wird viel Joghurt verwendet. Er wird zum Beispiel gesalzen und als Getränk („Ayran“) gereicht oder zu Soßen und Dips für Gemüse und Fleisch verarbeitet. Eine besondere Rolle spielt dabei „Cacik“. Dabei handelt es sich um eine Zubereitung aus Joghurt, Gurken und Knoblauch, ähnlich dem griechischen Zaziki.
In der Fast-Food-Kultur der Deutschen ist die türkische Küche sehr gefragt. Besonders beliebt sind Döner Kebab (Grillspießfleisch im Fladenbrot mit Salat) und „Lahmacun“.
| Bild | Name | Bewertung | Zubereitungszeit | schwierig? |
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