Geschmacks-Fiesta: Spanische Küche

Spanische Küche: TapasDie Küche Spaniens ist weltweit bekannt. Besonders die mediterrane Kochkunst des Südens ist für ihre Produkte berühmt. Die Worte Paella, Tapas und Gazpacho lassen einem das Wasser im Munde zusammen laufen.

Herkunft und Wurzeln

Spanien hat eine größere geografische Vielfalt als jedes andere europäische Land. Spaniens Küche ist geprägt von seinen regionalen und geschichtlichen Eigenheiten. Da Spanien erst seit 500 Jahren ein geeintes Land ist, gibt es in jeder spanischen Region ein ausgeprägtes Traditionsbewusstsein, das sich in den regionaltypischen Gerichten zeigt.

Essen von früh bis spät

Zwar sind die Essgewohnheiten in Spanien von Provinz zu Provinz unterschiedlich, dennoch existieren Gemeinsamkeiten, die sich nicht nur auf die Vorliebe für Tapas (Appetithäppchen) beschränken. Viele regionale Spezialitäten sind in ganz Spanien beliebt und nicht wenige kulinarische Köstlichkeiten, wie die Paella, haben den Weg auch nach Deutschland gefunden.
Generell essen die Spanier bei einer Mahlzeit wenig. Auf den Tag verteilt ist das aber eine Menge. Angefangen wird mit einem kleinen Frühstück („Desayuno“). Es besteht meistens aus Brot mit Marmelade oder frittiertem Gebäck („Churros“) mit heißer Schokolade oder Kaffee. Gern wird auf dem Weg zur Arbeit in einem Café gefrühstückt.

Es folgt ein Snack gegen 11 Uhr. In vielen Regionen Spaniens ist Brot in verschiedensten Formen eines der Hauptnahrungsmittel. Das „Bocadillo“, also das belegte Baguettebrötchen, gehört wohl zu den bekanntesten Snacks Spaniens. Im Norden gibt es als Snack für unterwegs meist die „Empanada“. Das ist eine Art Tasche aus Brotteig mit unterschiedlichen Füllungen, wie Thunfisch oder Paprika mit Zwiebeln.

Das Mittagessen („la Comida“) bildet die Hauptmahlzeit und wird zwischen 13:30 Uhr und 15:30 Uhr eingenommen. Später gibt es einen Nachmittagssnack, Merienda genannt. Nach der Arbeit trifft man sich, häufig gegen 20 Uhr, in einer Bar um Tapas zu essen.

Das Abendessen wird erst spät, zwischen 21 und 22 Uhr eingenommen. Es hat in der Regel zwei Gänge. Die Vorspeise („Primer Plato“) besteht aus Suppe, Salat oder einer anderen leichten Speise. Der Hauptgang („Segundo Plato“) ist geprägt von deftigen Eintöpfen, Fisch, Fleisch und Gemüse. Das Gemüse ist dabei nur Beilage. Als Dessert gibt es oft Obst, Pudding, Eis oder Joghurt. Zu jedem Gang wird Brot gereicht. Getrunken werden spanischer Wein, Wasser oder Softgetränke. Wein (oft gemischt mit Softgetränken) gehört zu jedem Hauptgericht dazu.

Häufig verwendete Zutaten

Die Küche Spaniens ist so vielfältig wie das Land. An der Küste werden viel Fisch, Meeresfrüchte und Schalentiere gegessen. Im Landesinneren werden hauptsächlich Fleisch und Wurst verzehrt. Außerdem sind Eintopfgerichte sehr beliebt. Auch kalte Gemüsesuppen sind üblich. Beinahe für jedes Gericht wird Olivenöl benutzt. Zwiebeln und Knoblauch werden, wie in allen Mittelmeerküchen, reichlich verwendet. Kräuter und Gewürze hingegen werden nur selten benutzt. Viele Nachspeisen basieren auf Honig und Mandeln und sind recht süß. Beliebt sind außerdem Gewürzkuchen, Datteln und Feigen.

International bekannt sind auch süße, puddingähnliche Desserts wie „Flan“ oder „Natilla“. Die spanische Küche zeichnet sich durch ihren hohen Anteil an frischem Gemüse aus.


Spanische Gerichte aus der ellviva-Rezeptdatenbank
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