Raffinierte indische Küche

Türkische Küche: SalatDie indische Küche hat seit mehr als zwanzig Jahren in Deutschland ein zweites Zuhause. Besonders in den vergangenen Jahren stieg die Beliebtheit der indischen Gerichte. Inzwischen gibt es in beinahe jeder Stadt indische Restaurants, die mit ihren exotischen Köstlichkeiten ihre Gäste verwöhnen. Auch zu Hause wird das Nachkochen von indischen Rezepten immer populärer.

Herkunft und Wurzeln

Indien ist ein sehr großes Land mit einer großen kulinarischen Vielfalt. Sie ist vor allem durch verschiedene klimatische und geografische Verhältnisse entstanden. Zudem haben sich im Laufe der Geschichte die regionalen Küchen durch verschiedenste Einflüsse verändert. Zum einen haben religiöse und soziale Aspekte die Regionalküchen geprägt. Zum anderen hatten „Mitbringsel“ anderer Kulturkreise (wie zum Beispiel Kartoffeln und Chilis) einen großen Einfluss auf die indische Esskultur.

Essen von früh bis spät

Der indische Tagesablauf unterscheidet sich stark von dem westlicher Länder. Die Hauptmahlzeiten sind Frühstück und Abendessen. Generell wird in Indien mit den Fingern gegessen. Dabei wird ausschließlich die rechte Hand benutzt, da die linke als unrein gilt (die linke Hand wird für die Toilettenhygiene verwendet). Die meisten indischen Gerichte sind sehr breiig, was das Essen mit der Hand erschwert. Deshalb gibt es zu beinahe jedem Gericht Reis oder Brot. Es ist in Indien üblich, ein Mahl mit Pan zu beenden. Pan ist das Blatt des Beetelnussbaums, das mit Anissamen und Kardamom gefüllt wird.

Tee ist das Lieblingsgetränk der Inder, obwohl Kaffee zunehmend an Popularität gewinnt. Indischer Tee ist auf der ganzen Welt berühmt. Traditionell wird er mit Milch und Zucker serviert. Weitere bekannte Getränke des Landes sind Nimbu Pani (ein Limonengetränk), Lassi (geeiste Buttermilch) und Kokosnussmilch. Außerdem ist Alkohol aus westlichen Regionen, indisches Bier und indischer Gin überall zu kaufen.

Häufig verwendete Zutaten

Trotz der vielen unterschiedlichen Regionalküchen, gibt es Zutaten und Gerichte, die über den gesamten indischen Sub-Kontinent verteilt sind. Überall gibt es scharfe Currys und eine unüberschaubare Vielfalt an Gewürzen und Gerüchen. Eine bekannte indische Gewürzmischung ist „Masala“. Es besteht aus bis zu 25 verschiedenen Gewürzen.

Die Haupteiweißlieferanten in Indien bilden Milchprodukte und Hülsenfrüchte. Es gibt auch eine riesige Auswahl an Früchten, wie Mangos, Granatäpfel, Melonen, Äpfel, Aprikosen und Erdbeeren.

Außerdem spielt in ganz Indien der Vegetarismus eine bedeutende Rolle. Viele Hindus essen überwiegend oder ausschließlich vegetarisch, da es im Hinduismus ein Tabu ist, Rindfleisch zu verzehren (Vergötterung der Kuh). Muslime hingegen verzichten auf Schweinefleisch. Ein weiterer Grund für vegetarische Kost, ist die indische Kastenordnung. Die unterste (und gleichzeitig größte) Schicht kann sich oftmals kein Fleisch leisten. Hühnerfleisch ist über alle Religions- und Kastengrenzen hinweg beliebt.


Indische Gerichte aus der ellviva-Rezeptdatenbank
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