Kann denn Schokolade Sünde sein?

Von Tino Grasser

Um das Nahrungs- und Genussmittel Schokolade ranken sich viele Mythen. Unstrittig dürfte aber sein, dass sich viele Spezialitäten aus Schokolade großer Beliebtheit erfreuen. ellviva.de nimmt die süße Leckerei unter die Lupe und verrät, wie eine Tafel Schokolade und Kakaopulver hergestellt werden, welches die wichtigsten Schokoladensorten sind und schließlich, inwieweit Schokolade für die Gesundheit nützlich oder schädlich sein kann:

Woher stammt der Kakaobaum?

Schokolade wird aus Kakao hergestellt, also dem Samen und dem daraus gewonnenen Pulver des Kakaobaums. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem Amazonas. Der erste Europäer, der sie entdeckte, war der schwedische Botaniker Carl von Linné (1707-1778). Heute wird der Kakaobaum auch in anderen tropischen Gebieten bis 20 Grad südlicher und nördlicher Breite angebaut. Zu den kakaoexportierenden Nationen gehören beispielsweise Brasilien, Ghana oder die Elfenbeinküste.

Wie wird die Kakaopflanze geerntet?

Die Ernte der Früchte des Kakaobaums erfolgt bis in die heutige Zeit ohne besondere technische Hilfsmittel. Meistens werden diese von Hand oder mit einer Machete vom Kakaobaum abgetrennt. Anschließend legen die Kakaobauern den Samen und die Frucht auf Bananenblätter, wo sie zu gären beginnen. Die Fermentation der Kakaosamen ist notwendig, damit die Aromastoffvorstufen entstehen, die später für das das typische Kakaoaroma verantwortlich sind. Außerdem ist das Abtöten der Keimfähigkeit der Kakaobohne während der Gärung notwendig, damit diese haltbar wird. Nach der Fermentation werden die Kakaobohnen auf große Matten gelegt, um unter der Tropensonne acht bis zehn Tage zu trocknen. Dadurch werden die Bohnen für den Transport in die Schokoladenfabrik haltbar gemacht.