Häufig wird gesagt, dass die US-amerikanische Küche nur aus Fastfood und Fett bestünde. Wer dieses Vorurteil hegt, verpasst vielleicht eine Vielzahl von Genüssen. Zwar wurden in den USA Mikrowellen-Futter, Fast Food und der Drive In erfunden, aber es gibt daneben auch noch eine traditionelle Küche mit vielen regionalen Spezialitäten.
Die US-amerikanische Küche entwickelte sich vor allem durch Einflüsse der Einwanderer und Indianer (Ureinwohner Amerikas). Außerdem spielen die klimatischen und geografischen Gegebenheiten eine große Rolle. Beinahe jede Region in den USA spiegelt die Geschichte der Einwanderer der Region wider. Die Küche des Südens wurde vor allem durch Speisen aus Afrika, England und Frankreich geprägt. In den nördlichen Staaten bauten Die Indianer alle üblichen Nahrungsmittel (zum Beispiel Mais, Kartoffeln, Bohnen und Kürbisse) an. Diese Zutaten werden dort noch heute traditionell zubereitet. Im „Midwest“, auch „Wilder Westen“ genannt, ist Fleisch das Hauptnahrungsmittel. In Kalifornien herrscht durch asiatische Einflüsse eine leichte und frische Küche vor, die äußerst vitaminreich ist.
Amerikaner frühstücken süß und/oder kräftig. Süße Produkte sind vor allem Gebäckstücke wie Donuts und Muffins. Aber auch Waffeln oder Pan Cakes (Pfannkuchen meist mit Ahornsirup serviert) sind beliebt. Außerdem gehören Cinnamon Rolls (Zimtschnecken), Pop-Tarts (süßes Gebäck für den Toaster) und Cornflakes zum typischen Frühstück. Zu den deftigen Gerichten gehören Rühreier, Schinken, Speck und kleine Würstchen.
Bagels (rundes Gebäck mit Loch in der Mitte) nehmen eine besondere Rolle ein. Es gibt sie sowohl kräftig als auch süß.
Es ist in den USA sehr beliebt Kräftiges und Süßes auf Broten und Brötchen zu mischen (z.B. Marmelade auf Frischkäse). Kaffee gehört fast überall zum Frühstück dazu.
Das Mittagessen fällt allgemein leicht aus. Es gibt häufig nur einen Snack. Beispiele sind: Sandwiches, Obst, Gemüse, Salat, Schoko-Riegel und Chips in kleinen Tüten. Snacks haben in den USA eine besondere Rolle. Es gibt sie in allen Formen und Arten, von süß über süß-salzig bis deftig.
Abends wird mit der ganzen Familie gegessen. Es ist üblich außerhalb zu essen. Die US-Amerikaner sind „Ausgeh-Menschen“. Häufig besteht das Abendessen aus Burgern und Pommes Frites. Außerdem sehr beliebt: Pizza, mexikanisches Essen oder Salate.
In den Sommermonaten werden häufig Barbecues (Grillen) veranstaltet. Jeder Amerikaner hat seine eigene Art zu grillen. Anders als in Deutschland werden geschlossene Grills verwendet und es dauert lange, bis das Fleisch gar ist.
Die Amerikaner haben ein paar wichtige Feiertage. Dazu zählt der Independence Day (Unabhängigkeitstag). Es gibt dann Gerichte in den Nationalfarben Blau, Weiß, Rot. Thanksgiving (Erntedankfest) gilt als der wichtigste Feiertag für die Familie neben Weihnachten. An Thanksgiving gibt es traditionell Truthahn mit Preiselbeerfüllung, Süßkartoffeln, Mais und Pumpkin Pie (Kürbis Torte).
Die eigentliche US-Hausmannskost ist deftig und fett. Es wird viel Butter und Zucker verwendet. Einige typisch US-amerikanische Zutaten sind Süßkartoffeln, Truthahn, Bohnen, Kürbis und Mais. Typische Produkte sind: Ahornsirup; Gebäck wie Brownies, Pies (gefüllte Kuchen) und Cookies; Burger; Popcorn; Sandwiches; Tacos. Immer häufiger gibt es fettarme oder fettlose Varianten der ursprünglichen Produkte.
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