Herkunft
Die ursprüngliche Heimat der Aprikosen sind Nordchina und das Hochland zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Heute werden die leckeren Sommerfrüchte in vielen südlichen Ländern angebaut, hauptsächlich aber im Mittelmeerraum. In Deutschland kultiviert man Aprikosen nur in Gebieten mit Weinklima, so z. B. in Rheinhessen und in der Pfalz. Bedingt durch den auftretenden Blütenfrost kommt es hier jedoch oft zu erheblichen Ertragsschwankungen. Aprikosen werden daher hauptsächlich in der Zeit von Mai bis Anfang September importiert. Die Lieferungen kommen meistens aus Spanien, Frankreich, Griechenland und Italien.
Inhaltsstoffe und Nährwerte
Die Aprikose ist reich an Kalium und Vitamin C, und enthält neben Fruchtzucker auch Fruchtsäuren (Apfel- und Zitronensäure). Reife Aprikosen erkennt man daran, dass sich das Fruchtfleisch leicht vom Stein lösen lässt. Es ist sehr saftig, süß und aromatisch. Auch getrocknete Aprikosen sind sehr nährstoffreich. Bezogen auf ihren Gehalt an Kalium (1.096 mg/80 g = 55 %) und Eisen (4 mg/80 g = 31 %) liegt der Nährwert getrockneter Aprikosen bei den Trockenfrüchten weit oben.
Hier ausgewählte Nährwerte bezogen auf 80 g Rohgewicht, dies entspricht ca. einer mittelgroßen, frischen Aprikose.
Energie: 34 kcal/136 kJ
Eiweiß: 0,8 g
Kohlenhydrate: 6,8 g
Ballaststoffe: 1,2 g (4 % der empfohlenen täglichen Zufuhr)
Kalium: 224 mg (11 % der empfohlenen täglichen Zufuhr)
Vitamin C: 8 mg (8 % der empfohlenen täglichen Zufuhr)
Quelle: Die große GU Nährwerttabelle, 2006/07, Die empfohlenen Mengen der Tageszufuhr entsprechen den D-A-CH-Referenzwerten für die Nährstoffzufuhr (2000) für einen Erwachsenen.
Einkauf
Werden die Aprikosen reif geerntet, verfügen sie über einen besonders intensiven Geschmack. Pflügt man sie jedoch zu früh, reifen die Früchte nicht nach. Dann schmecken sie eher fad und entwickeln nur wenig Aroma. Beim Einkauf sollte deshalb darauf geachtet werden, dass die Früchte fest und unbeschädigt sind, denn ihre dünne und samtige Schale ist sehr druckempfindlich. Meistens werden im Handel oft zu feste, noch unreife Früchte angeboten, um möglichen Beschädigungen aus dem Weg zu gehen. Doch nur wenn Aprikosen genügend Sonne und Wärme erhalten haben, enttäuschen sie nicht im Geschmack. Wer sicher gehen will, bittet am besten um eine Kostprobe, wie sie heute bereits viele Markthändler anbieten.
Lagerung
Aprikosen halten sich etwa drei Tage bei Zimmertemperatur, können aber im Kühlschrank etwa eine Woche lang aufbewahrt werden. Bei Lagertemperaturen um 0 °C sogar bis zu 3 Wochen. Je länger sie jedoch lagern, umso größer ist die Gefahr, dass die Früchte mehlig schmecken. Deshalb sollten sie ab und zu auf Festigkeit und Druckstellen kontrolliert werden. Am besten ist es natürlich, die frischen Aprikosen möglichst bald zu verzehren.
Zubereitung
In erster Linie werden Aprikosen als frische Früchte gegessen. Weit verbreitet ist auch ihr Verzehr als Kompott, Dessert, Tortenbelag oder als Konfitüre. Halbiert und ungeschält werden sie auch als Trockenobst angeboten. Die Aprikosensamen dienen übrigens genauso wie Pfirsichkerne als Mandelersatz zur Ölgewinnung und zur Herstellung von Likören und marzipanähnlichen Pasten, wie Persipan.
Besonderheiten/Diätetik
Aprikosen sind ein sehr gesunder und fettarmer Snack für alle, die auf ihre Figur achten möchten. Auch bei Darmträgheit kann mit Hilfe der kleinen orange-gelben Früchte die Verdauung angekurbelt werden. Diabetiker berechnen für 140 g Aprikosen 1 Broteinheit.












