Morsche Zähne dank Softdrinks

Softdrinks und Fruchtsäfte enthalten viel Zucker und tragen zur Entwicklung von Übergewicht bei. Aber nicht nur: Sie lassen auch die Zähne marode werden.
Von Franka Dietz
 

Limonade, Cola, Energydrinks und Fruchtsäfte sind beliebt – vor allem bei Jugendlichen. Im Schnitt konsumieren Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mehr als zwei Gläser zuckerhaltige Getränke pro Tag, berichtet das Robert Koch-Institut. Jungen und Männer trinken in allen Altersgruppen mehr zuckerhaltige Getränke als gleichaltrige Mädchen und Frauen. Die Softdrinks und Fruchtsäfte sind nicht nur ein Risikofaktor für Übergewicht, sondern sorgen auch noch für schlechte Zähne – sie erodieren und werden morsch. Damit seien zuckerhaltige Getränke noch viel schädlicher als gedacht, berichten Forscher von der British Dental Health Foundation.

Schlechte Zähne dank Zucker im Getränk

Die Zahnärzte untersuchten in ihrer Studie knapp 4000 Probanden. Rund 80 Prozent zeigten erste Anzeichen einer Zahnabnutzung. Fast 65 Prozent hatte milde Zahnschäden, bei 10 Prozent waren sie mäßig und bei 5 Prozent schwer. Die Forscher fanden heraus, dass die Studienteilnehmer mit moderaten oder schweren Schäden an den Zähnen täglich deutlich mehr Softdrinks und Fruchtsäfte getrunken hatten als jene Probanden, die nur selten zu Softdrinks gegriffen hatten. Personen mit geringeren Zahnschäden waren häufig Milchliebhaber. Limonade oder Fruchtsäfte ließen sie eher links liegen.

Männer hatten ein doppelt so hohes Risiko für Zahnerosion wie die Frauen – sie trinken auch häufiger Softdrinks. Je älter die Studienteilnehmer waren, desto größer war auch das Ausmaß der Zahnschäden.

Wasser statt Softdrinks

Die Ursache der Zahnerosion sind Säuren, die den Zahnschmelz angreifen. Darunter versteht man die Schutzschicht auf der Zahnaußenseite. Ohne den Schutz durch den Zahnschmelz sind die Zähne anfälliger für Löcher (Karies), sie werden empfindlicher, brüchiger und verfärben sich.

Wer Softdrinks liebt, sollte seinen Konsum unbedingt einschränken und häufiger zu anderen, weniger zucker- und kalorienhaltigen Getränken greifen. Dazu zählen beispielsweise  Wasser (Mineralwasser, Leitungswasser)  und fettarme Milch.

Auch zuckerfreie Kaugummis und eine Mundspülung mit Wasser nach dem Konsum von Softdrinks können die Zähne bis zu einem gewissen Grad schützen. Beide kurbeln den Speichelfluss an, der wiederum den Säurespiegel im Mund senkt.

Wichtig sind auch eine gute Mundhygiene (Zähneputzen, Zahnseide, Zwischenraumbürsten) und regelmäßige Besuche beim Zahnarzt.

Datum: 8.7.2015

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