Burnout - Wege aus der Krise

Nach der Analyse der Stressfaktoren folgt die Problemlösung - so tanken Sie neue Kraft und verhindern ein Burnout.
Von Ruth Moor

Nachdem Sie Ihre größten Sorgen und Anforderungen benannt haben, schauen Sie sich zuerst die Probleme an, die nach Ihrer Einschätzung am leichtesten zu lösen sind.

Leichte Probleme lösen

In unserem Beispiel ist das die zusätzliche Belastung durch die Hausarbeit nach Feierabend. Die Lösung ist in der Tat nicht sonderlich schwer: Entweder Sie engagieren die Putzfrau, mit der Ihre Nachbarin schon sehr zufrieden ist; oder Sie putzen statt nach Feierabend nur am Wochenende – vielleicht mit Ihrer Lieblingsmusik und ohne die Gedanken an den Job, die Sie so oft an Feierabenden beschäftigen. Damit ist zwar keine der großen Sorgen verschwunden, aber Sie gewinnen auf zwei Ebenen: Erstens haben Sie Freizeit gewonnen, die Sie jetzt hoffentlich zur Erholung nutzen. Zweitens haben Sie ein erstes Problem gelöst und dadurch ein erstes kleines Erfolgserlebnis. Das tut Ihnen gut!

Schwierige Probleme lösen

Jetzt gehen Sie das nächstschwieriger zu lösende Problem an. Von den zwei Beispielen in der Tabelle oben würden Sie den Wochenendstress auswählen. Warum? Weil Sie diesen ungefähr gleich schnell abschaffen können wie das Problem mit Ihrer Kollegin Frau Krause. Frau Krause nervt Sie aber viel weniger als der Wochenendstress. Zusätzlich können Sie dann bei Erfolg an den Wochenenden mehr Energie tanken. Das angewandte Prinzip ist nun stets das Gleiche: Sie gehen immer die nächstschwierigere Aufgabe an. Dabei sorgen Sie dafür, dass Sie jeweils die Probleme zuerst lösen, die Sie am meisten Energie kosten.

Sie suchen weitere Strategien und Informationen, um mit der Belastung umgehen zu können? In den ausführlichen ellviva-Specials Burnout: Wenn zum Leben keine Kraft bleibt, Burnout: Raus aus der Sackgasse und Burnout: Mit neuer Kraft Probleme lösen finden Sie detailliertere Ursachen, Wirkungen und Lösungswege zum Thema Burnout.