Nasenpflaster oder Nasenstrips für Schnarcher sind durch eine flexible Kunststoffleiste stabilisiert.
Sie werden außen auf die Nase über den Nasenrücken geklebt. Die Kunststoffverstärkungen ziehen die Nasenflügel leicht nach oben. Dadurch öffnen sich die Atemwege und es verbessert sich die Sauerstoffzufuhr durch die Nase. Bei nicht behinderter Nasenatmung lassen auch Schnarch-Geräusche nach, weil das Gaumensegel nicht mehr so stark flattert wie bei Mund-Atmung.
Das berichtet eine Patientin: „Leider gehöre ich zu den Frauen, die schnarchen. Mein Mann hat sich damit weitgehend arrangiert. Nun aber fuhr ich mit meiner Schwester für eine Woche an die Ostsee, wo wir uns ein Zimmer teilten. Und schon nach der ersten Nacht stellte mein Schnarchen uns bereits vor ein Problem. Meine Schwester, die zu Hause absolute Ruhe während der Nacht gewöhnt war, bekam kein Auge zu. In der Apotheke wurden uns Nasenpflaster empfohlen. Und tatsächlich, mein Schnarchen war zwar nicht weg, aber doch deutlich erträglicher – wie meine Schwester mir am nächsten Morgen mitteilte. Der Apotheker riet mir auch noch, die Ursache des Schnarchens ärztlich abklären zu lassen. Demnächst werde ich mir einen Termin bei meinem Hausarzt geben lassen.“ Jutta S., 52 (Steuerfachangestellte)
Nasenpflaster sind im Vergleich zu anderen Methoden sehr einfach anzuwenden, helfen aber nicht jedem gleichermaßen. Besonders Patienten, die an einer Schlafapnoe leiden, sollten auf andere Therapie- Methoden ausweichen.
Schnarchen Menschen nur in Rückenlage, empfehlen Ärzte oft Rückenlage-Verhinderungs-Westen (kurz: RLV-Westen). Diese Westen verhindern, dass man sich auf den Rücken legen kann. Das begünstigt die Atmung und damit die Schlafqualität bei dieser Patientengruppe. Den gleichen Zweck erfüllen auch Rückenlage-Verhinderungs-Shirts und Rückenlage-Verhinderungs- Rucksäcke. Ältere RLV-Westen gelten als unbequem. Insbesondere bemängelten Anwender, dass man unter den Westen sehr schwitze. Die Hersteller haben darauf reagiert und bieten mittlerweile Westen aus atmungsaktiven Materialien mit deutlich mehr Schlafkomfort an. Diese Westen sind auch für Menschen mit Rückenproblemen geeignet.
Neben RLV-Westen bietet der Handel auch einfache Rückenlage-Verhinderungs-Gurte zu deutlich günstigeren Preisen an. Diese Gurte sind aber nicht vorbehaltlos zu empfehlen. Das gilt insbesondere für schmale Gurte sowie für Menschen mit Rückenbeschwerden. Einerseits engen die Gurte den Oberkörper häufig ein, andererseits können sich Rückenbeschwerden durch diese Gurte sogar verschlechtern. Denn die Gurte verhindern das Liegen in der Rückenlage (und damit das Schnarchen) nicht immer zuverlässig. Außerdem drücken Gurte mitunter schmerzhaft in den Rücken oder verrutschen.
Mund- und Kieferspezialisten verordnen Schnarchern manchmal sogenannte Unterkiefer-Protrusions-Geräte. Diese Schienen verlagern den Unterkiefer nach vorn. Dadurch kann die Zunge nicht mehr so leicht nach hinten fallen und die Atemwege verlegen. Im Ergebnis schnarchen die Patienten weniger und bekommen außerdem besser Luft. Das verringert auch das Risiko für nächtliche Atemstillstände und verbessert die Schlafqualität.