Karies Symptome

auch bezeichnet als: Caries dentium, Zahnfäule, Zahnfäulnis, Zahnkaries

Karies ist nach wie vor ein gravierendes Gesundheitsproblem. Etwa 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen haben Karies, bei den Erwachsenen sind es noch wesentlich mehr. Einige Zahnärzte sprechen von weit mehr als 90 Prozent Betroffenen, andere sind sich sicher: Fast jeder Erwachsene in Deutschland zeigt die typischen Symptome von Karies. Doch welche Beschwerden sind das eigentlich genau? Wie sieht Karies aus?

Karies: Löcher in den Zähnen

Umgangssprachlich sprechen wir von Karies, wenn Löcher in den Zähnen entstehen. Das typische Symptom von Karies sind dunkle Flecken auf den Zähnen, die im weiteren Verlauf Schmerzen verursachen. Weitere Namen für die Zahnerkrankung sind:

  • Caries dentium
  • Zahnfäule
  • Zahnfäulnis

Tipp: Karies stoppen

Eine umfassende Zahnpflege ist wichtig, damit Karies gar nicht erst entsteht. Ist Karies bereits im Anfangsstadium, helfen neben gründlichem Zähneputzen die Einnahme von Fluoridpräparaten und eine abgestimmte Ernährung (wenig Zucker, viel Vitamin D), die Zähne zu remineralisieren. Das stoppt das Fortschreiten der Karies und kann den Zahnschmelz retten.

Wie entsteht Karies?

Die Europäische Gesellschaft für Kariesforschung hat festgestellt, dass Karies eine nichtübertragbare Krankheit ist. Zur tatsächlichen Ursache von Karies gibt es aktuell verschiedene Theorien. Einigkeit besteht jedoch darüber, dass die Karies durch Bakterien ausgelöst wird, die jeder Mensch in sich trägt. Durch verschiedene Faktoren, beispielsweise einen hohen Zuckerkonsum, werden diese Bakterien schließlich zum Problem.

Symptome einer Karies im Anfangsstadium

Karies ist eine Erkrankung des sogenannten Zahnhartgewebes, also von Zahnschmelz und Zahnbein (Dentin). Das Anfangsstadium von Karies, die sogenannte Kariesvorstufe (Initialkaries), beginnt mit Entkalkungen, die nur auf den Zahnschmelz begrenzt sind. Diese Entkalkungen sind die ersten sichtbaren Symptome einer Karies; Zahnärzte sprechen auch von Entmineralisierungen. Erkennbar sind sie als weiße Flecken (White Spots) auf den Zähnen. Lagern sich nun Farbpigmente aus der Nahrung ein, dunkeln die Flecken. Zu diesem Zeitpunkt ist Karies noch schmerzfrei.

Wenn dieses Anfangsstadium nicht gezielt behandelt wird, greift es auf das Zahnbein über – aus der Vorstufe wird nun Karies. Karies verursacht dann in vielen Fällen Zahnschmerzen, die als Warnsignal ernst genommen werden sollten.

Symptome einer bestehenden Karies

Bei einer bestehenden Karies entstehen als Symptome sichtbare Kariesschäden in der Regel zunächst

  • an den Furchen der Kauflächen,
  • am Zahnfleischansatz sowie
  • an den Kontaktflächen benachbarter Zähne.

Diese ersten Schäden sind auf die Grenze zwischen Zahnbein und Zahnschmelz begrenzt. Doch nur für kurze Zeit: Da das Zahnbein wesentlich weicher als der Zahnschmelz ist, breitet sich die Karies unterhalb der Schmelz-Zahnbein-Grenze rasch aus. Wird diese Entkalkung nicht aufgehalten, folgt die großflächige Zerstörung des Zahnbeins. Der so durchlöcherte Zahnschmelz verliert immer mehr an Widerstandskraft und kann an den Rändern des kariösen Defektes beim Kauen plötzlich wegbrechen. Viele Betroffene nehmen die Karies erst dann durch Schmerzen wahr, obwohl sie schon seit längerer Zeit besteht.

Wie sieht fortgeschrittener Karies aus?

Im weiteren Verlauf greift Karies das Zahnmark (Zahnpulpa) an. Von einer tiefen Zahnkaries (Caries profunda) spricht der Zahnarzt, wenn die Kariesschäden schon mehr als zwei Drittel der Zahnbeinsubstanz in Richtung des Zahnmarkes vorgedrungen sind. Bei der durchdringenden Zahnfäule (Caries penetrans) reicht die Karies sogar bis zur Zahnwurzelspitze.

Unbehandelt führt Karies zum fauligen Zerfall der gesamten Zahnsubstanz. Der Zahnzerstörungsprozess kann sogar auf das den Zahn umgebende Kieferknochengewebe übergreifen.

Gut zu wissen: Häufig muss der Zahnarzt betroffene Zähne komplett entfernen. Wegen der dann fehlenden seitlichen Abstützung kippen die Nachbarzähne langsam in die Lücke. Damit entstehen neue Probleme.

Komplikationen bei Karies

Unbehandelter Karies bleibt selten allein: Es kann zu weiteren Komplikationen kommen.

1. Die Zahnabstände werden größer. Damit können Speisereste leichter im Gebiss hängen bleiben und die Grundlage neuer Kariesherde bilden.

2. Wenn mehrere Zähne gezogen wurden und viele Abstände entstehen, leidet die Funktionsfähigkeit des Gebisses. Denn gekippte Zähne können nicht mehr richtig belastet werden und lockern sich frühzeitig – die Gefahr weiterer Zahnverluste besteht.

3. Ein Lückengebiss ist anfälliger für Zahnbetterkrankungen (sogenannte Parodontopathien, zum Beispiel Parodontitis).

Ein weiteres Symptom stark ausgeprägter Karies, die lange unbehandelt bleibt, sind Eiteransammlungen beziehungsweise Abszesse. Sie breiten sich im Kieferbereich aus und können zu Knochenmarkentzündungen (Osteomyelitis) führen. In extremen Fällen enden diese sogar tödlich – das ist jedoch sehr selten.

Symptome erkennen: Wann zum Arzt bei Karies?

Suchen Sie spätestens bei Zahnschmerzen immer einen Zahnarzt auf. Auch an- und abschwellende Empfindungen an den Zähnen oder im Zahnfleisch (Zahnpuckern) sowie unangenehmes Ziehen in den Zähnen erfordern eine zahnärztliche Abklärung. Dies gilt insbesondere, wenn es zusätzlich zu Fieber und Kopfschmerzen kommt.

Ein Zahnarztbesuch ist zudem bei folgenden Symptomen einer Karies anzuraten:

  • weiße Flecken auf den Zähnen
  • bräunliche Zahnverfärbungen
  • Schwierigkeiten beim Kauen
  • sichtbare Löcher in den Zähnen
  • lockere Zähne
  • abbröckelnde Zähne

Um Beschwerden vorzubeugen, raten Zahnärzte dringend mindestens einmal im Jahr die zahnärztliche Kontrolluntersuchung wahrzunehmen.

Wann zum Arzt bei Karies

Suchen Sie spätestens bei Zahnschmerzen immer einen Zahnarzt auf. Auch an- und abschwellende Empfindungen an den Zähnen oder im Zahnfleisch (Zahnpuckern) sowie unangenehmes Ziehen in den Zähnen erfordern eine zahnärztliche Abklärung. Dies gilt insbesondere, wenn es zusätzlich zu Fieber und Kopfschmerzen kommt.

Ein Zahnarztbesuch ist desweiteren bei folgenden Beschwerden anzuraten:

  • weißen Flecken auf den Zähnen
  • bräunlichen Zahnverfärbungen
  • Schwierigkeiten beim Kauen
  • sichtbaren Löchern in den Zähnen
  • lockeren Zähnen
  • abbröckelnden Zähne.

Um Beschwerden vorzubeugen, sollten Sie regelmäßig zwei Mal im Jahr zahnärztliche Kontrolluntersuchungen wahrnehmen.

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