Scharlach wird durch Bakterien, nämlich eine bestimmte Art von sogenannten Streptokokken, ausgelöst. Die Symptome sind hohes Fieber, Halsschmerzen und Schüttelfrost. Innerhalb von 24 Stunden nach Auftreten der Symptome bilden sich auf der Haut winzige rote Flecken, die dicht an dicht stehen. Besonders betroffen ist oft die Haut unter den Achseln und an den Leisten, der Ausschlag kann aber auch den ganzen Körper befallen. Etwa ein bis zwei Wochen später können sich die Handflächen und Fußsohlen schuppen.
Komplikationen sind bei der akuten Infektion selten zu erwarten. Dennoch sollten Sie möglichst früh zum Arzt gehen, wenn Sie Anzeichen für Scharlach bemerken. Denn nur ein Arzt kann die zur Therapie eventuell notwendigen Antibiotika verschreiben. Grundsätzlich sollte jede Halsentzündung, vor allem, wenn sie von Fieber begleitet ist und länger als drei Tage anhält, ärztlich untersucht werden.
Gefürchtete Spätfolgen des Scharlachs sind das rheumatische Fieber und die chronische Nierenentzündung (Poststreptokokken-Glomerulonephritis). Ob diese Spätfolgen durch die Gabe von Antibiotika zuverlässig verhindert werden können, ist umstritten.
Leitsymptome: | hochrote, stark geschwollene Mandeln |
Arzneimittel: | Belladonna |
Wichtige Symptome: | Kinder schwitzen sehr stark bei hohem Fieber und stark gerötetem Gesicht; großer Durst auf kaltes Wasser; schmerzhafter, hochroter Rachen; pochende Kopfschmerzen |
Verschlechterung: | Kälte; Zugluft am Kopf; Licht, Geräusche und Erschütterungen |
Verbesserung: | Wärme; Ruhe |
Leitsymptome: | glasig glänzende, stark gerötete Mandeln |
Arzneimittel: | Apis mellifica |
Wichtige Symptome: | häufi g sehr ehrgeizige Kinder; machen ungeschickte Bewegungen; ecken (auch im übertragenen Sinn) an und stoßen Gegenstände um; haben bei Fieber keinen Durst |
Verschlechterung: | Eifersucht, Schreck oder Zorn; zwischen 16 und 18 Uhr; in warmen geschlossenen Räumen; Druck |
Verbesserung: | Kälte oder kalte Umschläge; frische Luft und Bewegung |
Leitsymptome: | bläulich-rote Färbung der geschwollenen Mandeln mit stark ausgeprägten Schluckbeschwerden |
Arzneimittel: | Lachesis muta |
Wichtige Symptome: | ausgeprägte Redseligkeit; Beschwerden eher links; Kinder können nichts Enges um den Hals oder am Bauch ertragen; großer Durst auf kalte Getränke |
Verschlechterung: | nach Schlaf; im Schlaf; Wärme; Wetterwechsel von kalt nach warm |
Verbesserung: | nach Ausscheidungen wie Stuhlgang, Schwitzen, Schnupfen etc. |
Leitsymptome: | stinkende, stark vereiterte und geschwürartig veränderte Mandeln |
Arzneimittel: | Mercurius solubilis Hahnemanni |
Wichtige Symptome: | Kinder schwitzen klebrig, fühlen sich dadurch schlechter; fauliger Mund- und/oder Körpergeruch; nachts sehr unruhig; eher geringes Fieber; sehr geschwächt |
Verschlechterung: | nachts; Bettwärme; Bewegung; Hitze wie Kälte; feuchtkaltes Wetter; Schwitzen |
Verbesserung: | Ruhe; Trinken von viel Flüssigkeit |
Leitsymptome: | Schluckstörungen mit dem Gefühl eines steckengebliebenen Fremdkörpers |
Arzneimittel: | Lycopodium clavatum |
Wichtige Symptome: | Gefühl der Hilflosigkeit; Süßhunger; Blähungen; Jähzorn bei Widerspruch |
Verschlechterung: | von 16 bis 20 Uhr; im Schlaf; Ruhe; Ärger; zu enge Kleidung |
Verbesserung: | warme Speisen und Getränke; fortgesetzte Bewegung; kalte Luft |