Mehrgenerationenhaus - leben unter einem Dach

In einem Mehrgenerationenhaus wohnen junge und alte Menschen zusammen und helfen einander gegenseitig im Alltag - beim Einkaufen oder der Kinderbetreuung.
Von Ruth Moor

Im Mehrgenerationenhaus leben Alt und Jung in weitläufigen Mehrfamilienhäusern unter einem Dach. Das Ziel ist es, dass Menschen aus verschiedenen Generationen einander unterstützen - etwa bei der Hausarbeit, beim Einkaufen, der Kinderbetreuung oder bei den Schulaufgaben. In der näheren Umgebung der Mehrgenerationenhäuser befinden sich oft Ärzte und Pflegedienste, Geschäfte, Sußermärkte, Kindergärten und andere Einrichtungen.

Mehrgenerationenhaus - die Kosten

Die Miete in einem Generationenhaus ist in der Regel etwas höher als der Mietspiegel. Dafür beziehen die Bewohner meist einen Neubau mit barrierefreien Wohnungen und einer guten Infrastruktur (etwa Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln). Wer als Mieter in einem Generationenhaus Pflegedienste in Anspruch nimmt, muss diese extra zahlen. Die Leistungen sind nicht Bestandteil des Mietvertrages, sondern bei einem privaten Anbieter der eigenen Wahl zu beziehen. Wer pflegebedürftig ist, kann auch für das Leben im Generationenhaus Pflegegeld beantragen.

Darauf sollten Sie beim Mehrgenerationenhaus achten

Noch gibt es nur wenige Mehrgenerationenhäuser in Deutschland. Neu gebaute Mehrfamilienhäuser erfüllen häufig genau die Anforderungen, die ältere Menschen an die Lage und Ausstattung ihrer Wohnung haben. Vorsicht ist bei älteren Objekten angebracht, die herkömmliche Wohnanlagen sind und denen der Vermieter nur nachträglich den Stempel „Generationenhaus“ verpasst hat. Lassen Sie sich von einem Anbieter daher genau erklären, wie sein Objekt Rücksicht auf die Wünsche unterschiedlicher Generationen nimmt. Fragen Sie auch, ob und wie die Immobilie staatlich gefördert wurde. Ein öffentlicher Zuschuss kann ein Hinweis darauf sein, dass das Generationenhaus wirklich nach den Anforderungen altersgerechten Wohnens gebaut wurde.