Hausaufgaben - tägliche Herausforderung!

Hausaufgaben helfen, das Gelernte zu verfestigen. Aber in vielen Familien sind Hausaufgaben ein täglicher Kampf - so helfen Sie Ihrem Kind.
Von Peter Sadler

Ob Mathe, Deutsch oder Erdkunde - Kinder bekommen in der Schule viele Informationen in komprimierter Form. Damit das Gelernte auch hängen bleibt, helfen Hausaufgaben das Neue zu üben und zu vertiefen. Durch Wiederholungen merken sich Kinder das Gelernte besser. Weiterführende Aufgaben regen zum selbständigen Nachdenken an und können Neugier wecken. Durch die Hausaufgaben bekommen Lehrer eine Rückmeldung über den Leistungsstand des Kindes: Konkrete Schwierigkeiten können dadurch herausgefiltert und angegangen werden. Hausaufgaben sind also nützlich. Mit den folgenden Tipps können Sie es Ihrem Kind erleichtern, die „Chance Hausaufgaben“ zu nutzen.

Hausaufgaben - so helfen Sie Ihrem Kind

  1. Schaffen Sie eine angenehme Hausaufgaben-Situation Wenn möglich, sollte Ihr Kind einen eigenen Schreibtisch haben. Achten Sie darauf, dass der Tisch frei von Gegenständen ist, die das Kind ablenken könnten. Außerdem sollte der Arbeitsplatz hell sein.
  2. Schalten Sie alle Störquellen aus Fernseher, Musik und Straßenlärm sind bei den Hausaufgaben tabu. Auch die beste Freundin oder der beste Freund sollte während der Hausaufgaben nicht anrufen.
  3. Finden Sie die beste Lernzeit heraus Viele Kinder brauchen nach der Schule eine Verschnaufpause und möchten sich erst einmal austoben. Andere können sich nach einer solchen Pause allerdings nicht wieder konzentrieren. In solchen Fällen ist es sinnvoller, gleich nach dem Mittagessen mit den Hausaufgaben anzufangen.
  4. Legen Sie feste Zeiten für die Hausaufgaben fest. Wenn Sie die beste Lernzeit herausgefunden haben, strukturieren Sie den Wochentag mit festen Zeiten. So ersparen Sie sich Nerven raubende Diskussionen. Legen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Hausaufgabenzeiten fest und halten Sie es dazu an, diese auch einzuhalten. Am besten zeichnen Sie einen Tagesplan, in dem die Hausaufgabenzeiten aber auch die Freizeit eingezeichnet sind. So weiß Ihr Kind immer, auf was es sich nach den Hausaufgaben freuen kann.
  5. Erziehen Sie Ihr Kind zur Selbständigkeit, aber bleiben Sie immer Ansprechpartner Vor allem jüngere Kinder brauchen eine enge Betreuung bei den Hausaufgaben. Manchmal ist es notwendig, den Unterrichtsstoff gemeinsam mit den Kleinen zu pauken. Denn erst wenn der verstanden ist, können die Hausaufgaben erledigt werden. Wichtig ist, dass nicht Sie die Aufgaben für Ihr Kind erledigen. Geben Sie dabei kleine Denkanstösse. Ihr Kind muss lernen, Verantwortung zu übernehmen und bei nichtgetaner Arbeit auch die Konsequenzen in der Schule zu tragen. Bleiben Sie jedoch für Rückfragen immer in der Nähe.
  6. Sorgen Sie für Ordnung im Schulranzen Ihr Kind sollte seinen Ranzen direkt nach den Hausaufgaben wieder einräumen. Sonst ist das Mäppchen am nächsten Morgen noch auf dem Schreibtisch und nicht im Schulranzen.
  7. Belohnen Sie Ihr Kind! Insbesondere Schulanfänger sollten nach Beendigung der Aufgaben mit einem Besuch in der Eisdiele, einen gemeinsamen Spiel oder einer Runde Vorlesen belohnt werden. Denn: Schöne Erlebnisse motivieren! Auch wenn die Schule ein wichtiger Bestandteil des Lebens ist – sie sollte nicht den ganzen Tag dominieren. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind auch etwas erlebt, dass ihm Spaß macht. Das können sportliche Aktivitäten sein, ein gemeinsames Spiel oder ein Freund, der zu Besuch kommt.