Brustkrebs - Laufen senkt das Risiko

Brustkrebs trifft jedes Jahr viele Frauen neu. Mit regelmäßiger Bewegung lässt sich das Brustkrebsrisko drastisch senken. Der Effekt schmilzt aber, wenn Frau es sich wieder bequem macht. 
Von Ingrid Müller
 

Wandern, Schwimmen, Radfahren, Gymnastik – Bewegung ist wirkt sich positiv auf die körperliche und seelische Gesundheit aus. Frauen, die regelmäßig trainieren, können aber auch ihr Risiko für Brustkrebs minimieren, berichten Forscher des Institut Gustave Roussy in Villejuif, Frankreich. Stoppt man allerdings die sportliche Aktivität und legt sich wieder auf die faule Haut, verschwinden die positiven Effekte auf das Brustkrebsrisiko wieder.

Krebsschutz - Bewegung statt Couch

An der Untersuchung nahmen mehr als 59.000 Frauen nach der Menopause teil, die über rund acht Jahre beobachtet wurden. In einem Fragebogen machten die Frauen Angaben über ihr wöchentliches Bewegungspensum.

Frauen, die in den letzten vier Jahren regelmäßig Sport getrieben hatten, wiesen ein niedrigeres Brustkrebsrisiko auf als jene Frauen, die in diesem Zeitraum kaum trainiert hatten. Ein Trainingspensum von mindestens vier Stunden Laufen, Radfahren oder einer anderen Ausdauersportart wöchentlich senkte das Risiko für Brustkrebs um etwa zehn Prozent. Wer zwar fünf bis neun Jahre zuvor Sport getrieben, es sich aber in den letzten vier Jahren wieder gemütlich gemacht hatte, konnte sein Brustkrebsrisiko nicht senken. Der positive Effekt hält also nicht dauerhaft an und verschwindet wieder, wenn man mit dem Sport aufhört. Es heißt also: dranbleiben!

Die Studienautorin Dr. Agnès Fournier kommentiert: Man solle Frauen zum weiteren Training motivieren und umgekehrt weibliche Bewegungsmuffel ermutigen mit dem Training anzufangen. „Ihr Brustkrebsrisiko könnte sofort schnell sinken“, so die Forscherin

Halbe Stunde Bewegung senkt das Krebsrisiko

Die Krebsgesellschaften empfehlen 30 Minuten Bewegung täglich, am besten an allen Tagen der Woche. Es muss also nicht immer gleich Leistungssport sein, um seiner Gesundheit etwas Gutes zu tun. Schon wenig kann viel helfen. Auch für Frauen, die schon an Brustkrebs erkrankt sind, kann Sport gut sein. Bewegung verbessert die Lebensqualität und hilft, besser mit den Nebenwirkungen von Chemotherapie oder Bestrahlung klarzukommen. Außerdem ist Sport gut fürs Gemüt und wirkt der Fatigue entgegen – die chronische Müdigkeit lähmt viele Krebspatienten.

Brustkrebs trifft viele Frauen

Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen. Nach aktuellen Zahlen des Robert Koch-Instituts erkranken mehr als 75.200 Frauen in Deutschland neu an Brustkrebs (2014) - rund 17.000 Frauen sterben jedes Jahr daran. Damit ist das Mammakarzinom der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Der wichtigste Risikofaktor ist das Alter – im Schnitt erkranken die Frauen mit 63 Jahren. Aber auch eine frühe Menstruation, späte Schwangerschaft, Kinderlosigkeit, späte Wechseljahre oder Übergewicht erhöhen das Risiko für Brustkrebs.

Datum: 27.10.2014

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